Marvel-Comics Diana-Mutantin wird in den Giftschrank verbannt

Prinzessin Diana wird wohl doch nicht als Comic-Mutantin von den Toten auferstehen. Die königliche Familie war von der Idee wenig angetan - jetzt hat der New Yorker Verlag Marvel seine Comic-Pläne in die Schublade verbannt.


Artwork des geplanten "X-Statix"-Comics: "Ganz entsetzlich"
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Artwork des geplanten "X-Statix"-Comics: "Ganz entsetzlich"

New York - Wie soll es Ganoven bei dieser Vorstellung nicht mulmig werden: Aus dem Jenseits kämpft eine mutierte Wohltäterin mit Superkräften gegen das Böse in der Welt - vornehmlich in Europa. Die Macher der satirischen Comic-Serie "X-Statix", einem Ableger der erfolgreichen Superhelden-Saga "X-Men", konnten sich zunächst gut vorstellen, Prinzessin Diana als Mutanten-Heldin auf Hochglanzpapier zu bannen. Doch daraus wird wohl nichts.

Am Donnerstag hat es sich der New Yorker Marvel-Verlag, der das Magazin herausgibt, noch einmal "recht überlegt" und kam zu dem Schluss: Die britische Königsfamilie und besonders ihre allseits beliebte Wohltätigkeitsprinzessin sollte nicht Bestandteil einer Comic-Serie sein. Im Buckingham Palast hatte man sich über die Idee nicht einmal ansatzweise begeistern können. "Ganz entsetzlich" finde die königliche Familie den Plan des Marvel-Verlags, sagte ein Sprecher. Man wolle offensichtlich nur mit Dianas Berühmtheit Kasse machen.

Die 13. "X-Statix"-Ausgabe, in der die 1997 verstorbene "Prinzessin der Herzen" spuken sollte, war mit dem umstrittenen Titel "Di Another Day" geplant - in Anlehnung an den jüngsten James-Bond-Film "Die Another Day" (Stirb an einem anderen Tag) von 2002. Ein Verlagssprecher hatte erklärt, die Comic-Serie sei als Satire auf Prominente und Berühmtheits-Kult gedacht gewesen.



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