Medien-Magazin "Neon"-Macher sind Journalisten des Jahres

Michael Ebert und Timm Klotzek, die beiden Erfinder und Chefredakteure des Jugendmagazins "Neon" wurden zu den "Journalisten des Jahres" ernannt. Die Jury lobte die gelungene Verknüpfung von Print- und Onlineausgabe.

Frankfurt - "'Neon' ist der journalistische Überraschungserfolg 2006", heißt es in der Begründung für die Ehrung. "Während andere über Verluste an jungen Lesern klagen, machen Michael Ebert und Timm Klotzek vor, wie man sie gewinnt". Die 45-köpfige Jury der Journalistenzeitschrift "Medium Magazin" lobte die gelungene Verknüpfung von Print- und Onlineausgabe. Schon bei den Lead Awards 2006 war "Neon" zum besten Magazin gekürt worden.

Das Magazin vergab Ehrungen in zehn Einzelkategorien – mit den meisten Nominierungen und Auszeichnungen ging der Titel "Redaktion des Jahres" an die "Süddeutsche Zeitung". "Chefredakteur des Jahres" ist Giovanni di Lorenzo von der "Zeit", "Politikjournalist des Jahres" Frank Plasberg vom WDR, und in der Kategorie "Kulturjournalist des Jahres" gewann Nils Minkmar von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Doch nicht nur Journalismus-Profis wurden von der Jury berücksichtigt: Für seine WM-Berichterstattung wurde Fußballtrainer Jürgen Klopp zum "Ehren-Sportjournalist des Jahres" ernannt, während sich der Komiker Hape Kerkeling für seine Rolle als Horst Schlämmer "Ehren-Unterhaltungsjournalist des Jahres" nennen darf. Die Preisverleihung findet im Januar in Berlin statt.

Seit 2004 wird der Preis "Journalist des Jahres" verliehen. Erster Preisträger war Frank Schirrmacher, Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Im Jahr 2005 gewann Alice Schwarzer, Gründerin und Herausgeberin von "Emma".

sto/dpa

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