Medienpreis SPIEGEL ONLINE für journalistische Vielfalt ausgezeichnet

SPIEGEL ONLINE wurde vom Institut für Medienanalysen "Medien Tenor" in der Kategorie "Online-Medien" mit einem Preis für journalistische Vielfalt ausgezeichnet. Weitere Preise gingen an die "FAZ" und die "heute"-Nachrichten des ZDF.


Hamburg - Das Bonner Institut für Medienanalysen hat am Mittwochabend zum dritten Mal seinen Preis für journalistische Vielfalt vergeben. Die in der Kategorie "Tageszeitung" bereits zum zweiten Mal in Folge ausgezeichnete "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") habe insbesondere mit der Genauigkeit in der Darstellung von Sachverhalten bestochen und dem Stellenwert, der der EU in der Berichterstattung eingeräumt werde, hieß es in einer Mitteilung des Forschungsinstituts, das kontinuierlich klassische und Internet-Medien nach qualitativen und quantitativen Kriterien bewertet und analysiert.

Der "heute"-Sendung des ZDF kämen im Bereich TV-Nachrichten eine Rolle als so genannte "Agenda Setter" zu, da sie die am häufigsten von anderen Medien zitierten Fernsehnachrichten seien. In der Kategorie "Wochenmedien" belegte das Magazin "Focus" den ersten Platz.

Die in diesem Jahr erstmals verliehenen Preise in der Kategorie Wirtschaftsberichterstattung gingen an "Les Echos" (Paris) und "Financial Times" (Großbritannien). Der Preis für die größte journalistischste Vielfalt im Bereich Online-Medien wurde an "SPIEGEL ONLINE" verliehen.

Ein Sonderpreis für "erfolgreiches Agenda Setting" ging an die Anti-Korruptions-Organisation "Transparency International".

Grundlage der Auswahl war eine fortlaufende Inhaltsanalyse von knapp 200.000 Beiträgen, die das Institut über die Dauer von einem Jahr auswertete. Qualitätsmerkmale waren den Angaben zufolge neben der Themenvielfalt in Bezug auf Parteien und Unternehmen auch der Stellenwert der neuen Bundesländer, der Europäischen Union oder der Frauen in der Berichterstattung.

Auf der 3. Internationalen Agenda-Setting-Konferenz von "Medien Tenor" diskutieren bis Freitag in Bonn rund 200 Experten aus Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft die Wechselbeziehungen zwischen Medienagenda und öffentlicher Meinung.



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