MoMA-Ausstellung in Berlin Schlechte Karten für Besucher

Dass sich Kunstwerke fälschen lassen, ist bekannt. Jetzt rufen aber auch Eintrittskarten Betrüger auf den Plan. In Berlin sind erneut illegale Tickets für die MoMA-Ausstellung aufgetaucht. Besucher müssen sich deshalb in der Kunst der Unterscheidung üben - zwischen Original und Fälschung.


Warteschlange vor der Nationalgalerie Berlin, dem Gastgeber der MoMa-Sammlung: Original nur an der Kasse
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Warteschlange vor der Nationalgalerie Berlin, dem Gastgeber der MoMa-Sammlung: Original nur an der Kasse

Berlin - Betrügen à la carte: Erneut sind gefälschte Eintrittskarten für die Berliner Ausstellung von Kunstwerken des New Yorker Museums of Modern Art (MoMA) in Umlauf. Die Veranstalter wiesen heute noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Original-Eintrittskarten ausschließlich an der Kasse der Neuen Nationalgalerie zu erwerben sind.

Es gibt für diese Tickets weder Möglichkeiten der Vorbestellung noch des Versands, betonte ein Sprecher. Anzeigen in überregionalen Tages- oder Wochenzeitungen gingen in diesem Zusammenhang ausschließlich auf die Initiative privater Personen zurück, die oftmals versuchten, mit unlauteren Methoden und zu überhöhten Preisen die Tickets an ahnungslose Besucher zu verkaufen.

Bereits Mitte Juli waren bei der Einlasskontrolle gefälschte VIP-Karten für die MoMA-Ausstellung sichergestellt worden. Sie waren für den geübten Blick des täglich mit den Karten umgehenden Aufsichtspersonals offensichtliche Fälschungen, für gutgläubige Besucher aber von den echten Karten nicht zu unterscheiden.

Unterdessen hält der Besucheransturm auf die am 20. Februar dieses Jahres eröffnete MoMA-Ausstellung in Berlin unvermindert an. Es wurden bereits mehr als 900 000 Besucher in der Schau mit rund 200 Werken der modernen Kunst aus dem New Yorker Museum of Modern Art gezählt. Sie haben teilweise acht und mehr Stunden in Hitze oder Kälte angestanden, bis sie eingelassen wurden.

Für die verbleibenden Ausstellungstage rechnen die Veranstalter mit weiter steigenden Besucherzahlen. Auf Grund des riesigen Interesses werden ab 1. September die Öffnungszeiten verlängert. Dienstags, mittwochs und donnerstags ist die Ausstellung dann von 8.00 bis 24.00 Uhr, freitags von 8.00 bis 2.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 2.00 Uhr sowie sonntags von 10.00 bis 24.00 Uhr geöffnet. Eine Verlängerung der Ausstellung über den 19. September hinaus ist ausgeschlossen, da die Bilder rechtzeitig zur Wiedereröffnung des MoMA im November 2004 zurück in New York sein müssen.



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