Nebentätigkeit von Moderatoren "Tagesthemen"-Sprecher Tom Buhrow unter Druck

Nach Berichten des NDR-Medienmagazins "Zapp" über lukrative Nebentätigkeiten prominenter Journalisten von ARD und ZDF gerät "Tagesthemen"-Moderator Tom Buhrow unter Druck. Die ARD fordert von ihm, künftig zu prüfen, ob Nebentätigkeiten dem Sender schaden könnten.

In einem Brief fordern leitende Redakteure der ARD-aktuell-Redaktion den Nachrichtenmann auf, künftige Nebenerwerbsengagements besser darauf zu prüfen, ob sie dem Ansehen der "Tagesthemen" und von ARD-aktuell schaden könnten. "Zapp" hatte über lukrative Nebenverdienste von TV-Größen wie Claus Kleber, Peter Hahne, Michael Antwerpes und Anja Kohl berichtet.

Laut dem Bericht zahlte etwa die Sektkellerei Henkell & Söhnlein für einen Auftritt Buhrows beim "49. Henkell & Söhnlein Forum" mehr als 10.000 Euro. Buhrow befragte dort den SPD-Politiker Kurt Beck. Für einen Auftritt Buhrows beim "Kapitalmarkt Forum", das wegen der Finanzkrise abgesagt wurde, sollte die Deutsche Bank ursprünglich 20.000 Euro zahlen. Beim "50. Henkell & Söhnlein Forum" wird die ZDF-Frau Marietta Slomka ein Interview mit Guido Westerwelle führen. Sie gibt ihr Honorar von 8000 Euro jedoch als Spende an zwei Hilfseinrichtungen weiter.

Anders als manche öffentlich-rechtliche Journalisten tritt etwa "RTL aktuell"-Moderator Peter Kloeppel seit Jahren prinzipiell auf keinen Veranstaltungen von Wirtschaftsunternehmen auf. "Wenn man dafür Geld bekommt, ist es einfach schwerer, die journalistische Distanz zu wahren", sagt er.

rom
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