Gruner + Jahr Zeitschrift "Neon" wird eingestellt

Es sollte das Magazin der 20- bis 30-Jährigen sein, hatte anfangs großen Erfolg - jetzt wird "Neon" vom Markt genommen: Die Juli-Ausgabe wird die letzte sein.
Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende von Gruner + Jahr

Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende von Gruner + Jahr

Foto: Christian Charisius/ picture alliance / dpa

Aus für das Lebensgefühl-Magazin: Die "Neon" wird eingestellt. Das gab Chefredakteurin Ruth Fend auf der Internetseite der Zeitschrift bekannt .

Betroffen sind 20 Mitarbeiter, in Einzelfällen könne man betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen. Das sagte eine Sprecherin dem Mediendienst "Horizont".  Die Netzausgabe der Zeitschrift soll es zunächst weiterhin geben.

Das Magazin hatte seit 2011 drei Viertel seiner Auflage verloren. 2016 gab es eine Neugestaltung und Ruth Fend als neue Chefin. Genutzt hat es nichts, die verkaufte Auflage betrug zuletzt noch 60.977 Hefte. Ende 2009 lag sie bei 235.000 Exemplaren.

Die "Neon" war erstmals im Jahr 2003 erschienen, der Markenclaim lautete "Eigentlich sollten wir erwachsen werden". Die Zeitschrift wurde von 20- bis 30-Jährigen viel gelesen, sie transportierte ein Lebensgefühl zwischen Job, Liebe, Sex, Kultur und Politik.

Fend verabschiedet sich mit einem Brief an die Leser. "Ihr seid zu wenige geworden", schreibt sie darin. Und: "Die heute 20-Jährigen haben neue Lebensbegleiter gefunden, im Zeitschriftenregal, aber auch im Netz."

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