Neue Casting-Show Gottschalk wird neuer ZDF-Bohlen

Thomas Gottschalk soll eine Musical-Casting-Show fürs ZDF moderieren. Die Produktionsfirma ist dieselbe wie beim Pop-Casting DSDS - auf zotige Jury-Kommentare will man im behäbigen Zweiten aber verzichten.


München/Mainz - Das ZDF will sich mit "Wetten, dass..?"-Moderator Thomas Gottschalk im Genre der Casting-Shows etablieren. Derzeit führe man Gespräche über ein Musical-Casting, das 2008 starten soll. Moderieren soll laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" Gottschalk selbst. Ein ZDF-Sprecher bestätigte die Meldung.

Produzieren wird die Sendung die Firma Grundy-Light, die bei RTL für das Pop-Casting "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) verantwortlich ist. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll in dem neuen Format allerdings, dem behäbigen Zweiten angemessen, auf zotige Jury-Bewertungen verzichtet werden, wie sie bei DSDS üblich sind. Wer Mitglied der Jury sein wird, steht nach ZDF-Angaben noch nicht fest.

Für die Show könnten sich sowohl Amateure als auch ausgebildete Sänger und Tänzer bewerben. Zudem seien maximal zehn Folgen mit drei bis vier Final-shows geplant. Die letzte Entscheidung für die Gewinner könnte an einem Samstagabend fallen, berichtet die Zeitung. Nach ZDF-Angaben qualifizieren sich die Sieger für eine Rolle im Andrew-Lloyd-Webber-Musical "Starlight Express", das in Bochum aufgeführt wird. Gottschalk ist selbst mit dem Musical-Komponisten befreundet.

Das Musical-Casting ist nicht der erste Plan des Zweiten, sich mit der TV-Auswahl von Nachwuchstalenten zu etablieren. Bereits Anfang August war eine Casting-Show für den Klassik-Nachwuchs unter dem Titel "Wunderkinder" im Gespräch, die dem Mainzer Sender angeboten worden war. Der Plan ist offenbar noch nicht verworfen: Es würden dazu noch Gespräche geführt, sagte eine ZDF-Sprecherin.

Die österreichische Programmzeitschrift "TV Media" hatte berichtet, dass der Berliner Veranstalter Peter Schwenkow ein Konzept für ein Klassik-Casting im Fernsehen erarbeitet habe. Die Show soll danach den Titel "Wunderkinder 2008" tragen und zu einem Großteil in Wien spielen.

ssu/dpa/ddp



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