"Neues Deutschland" PDS-Politiker bleibt Verleger

Trotz seines Einzugs in den Deutschen Bundestag bleibt der Linksparteipolitiker Dietmar Bartsch zunächst Geschäftsführer des "Neuen Deutschland", dem früheren "Zentralorgan" der SED, das bis heute im Besitz der Linkspartei ist.


PDS-Politiker Bartsch: Farbe bekennen
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PDS-Politiker Bartsch: Farbe bekennen

Er habe hier noch einiges zu tun, so Bartsch auf Anfrage des SPIEGEL. Allerdings hat er die Verlagsleitung an den bisherigen Vertriebschef Olaf Koppe abgegeben. Auch einen neuen Marketing-Chef hat er eingesetzt.

Bartsch, früher Bundesgeschäftsführer der PDS, will noch mehrere wichtige Veränderungen in dem Blatt durchsetzen. Demnächst wird die Zeitung mit einer Zusatzfarbe erscheinen, der Untertitel "Sozialistische Tageszeitung" sowie die Rubriken sollen in einem Blauton erscheinen. Außerdem wird ein neues Redaktionssystem eingeführt.

Zudem ist noch ein Umzug geplant: Die Redaktion wird an die alte Wirkungsstätte zurückkehren, das ursprüngliche Verlagsgebäude unweit des Ost-Bahnhofs in dem noch Günter Schabowski als Chefredakteur diente. Das "Neue Deutschland", früher in Millionen-Auflage verbreitet, verkauft derzeit etwas mehr als 50.000 Exemplare.

Stefan Berg



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