"Keine ausreichende Nachfrage" Gruner + Jahr stellt Elternmagazin "Nido" ein

Das Sterben einstiger Erfolgsmagazine geht weiter: Vor einem Jahr stellte Gruner + Jahr "Neon" ein, nun folgt "Nido". Nicht einmal der Internetauftritt bleibt dem Elternmagazin erhalten.

Die "Nido"-Ausgabe Juni/Juli: Kein Grund mehr zum Feiern

Die "Nido"-Ausgabe Juni/Juli: Kein Grund mehr zum Feiern


Mitte Juli ist Schluss mit "Nido": Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr stellt nach zehn Jahren das Elternmagazin ein. Das Angebot finde keine ausreichende Nachfrage, teilte "Nido"-Verlagsleiter Frank Thomsen mit. Weder Auflage noch Anzeigenumfang reichten aus, um dem Heft eine wirtschaftliche Perspektive zu geben. Es wird am 19. Juli zu letzten Mal erscheinen, der Internetauftritt wird ebenfalls eingestellt.

Das Magazin für junge Eltern war 2009 als Ableger der Zeitschrift "Neon" für junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren gestartet. Das Mutterheft war 2018 zum letzten Mal gedruckt erschienen, die Redaktion verbreitet seitdem ihre Inhalte online. "Nido" war zuletzt sechsmal im Jahr herausgegeben worden, nach zuvor monatlicher Erscheinungsweise. Auflagenzahlen nannte Gruner + Jahr nicht.

In der "Nido"-Redaktion mit sechs Mitarbeitern seien betriebsbedingte Kündigungen nicht ganz auszuschließen, teilte der Verlagsleiter mit. Der Verlag bemühe sich aber, die Betroffenen anderweitig zu beschäftigen. Die Redaktionen beider Titel waren 2014 von München ins G+J-Verlagshaus nach Hamburg umgezogen.

brs/dpa



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