Österreichisches Nachrichtenmagazin "News" schummelte bei der Auflage

Aufregung bei der österreichischen Wochenillustrierten "News": Über die letzten Jahre wurde eine zum Teil deutlich überhöhte Auflage gemeldet. Nun wird die Gruner + Jahr-Tochter nachgeprüft.

Hamburg - Verlagschef Axel Bogocz schließt eine versehentliche Falschmeldung aus. In einem Interview mit der österreichischen Zeitung "Der Standard" erklärt er: "Jemand hat in der Vergangenheit sehr bewusst falsche Zahlen an die ÖAK gemeldet. In der Sekunde, als uns das klar geworden ist, haben wir das sofort abgestellt und Kontakt mit der ÖAK aufgenommen."

Die ÖAK ist die Österreichische Auflagenkontrolle für Presseorgane. Sie kündigte nun aufgrund der Unregelmäßigkeiten eine Sonderprüfung bei "News" an. Wie der deutsche Branchendienst Meedia meldet, sollen sich die Manipulationen je nach "News"-Ausgabe zwischen zwei und 30 Prozent bewegen. Im Durchschnitt sollen rund elf Prozent der Verkaufsauflage geschönt worden sein.

Wer die Auflagenmanipulationen bei der Tochter des renommierten Hamburger Verlagshauses Gruner + Jahr zu verantworten hat, das verrät Bogocz mit Verweis auf mögliche rechtliche Folgen nicht.

cbu
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