Ab 2021 Alexander Neef wird Chef der Pariser Oper

Noch ist er Intendant der Oper in Toronto, ab 2021 soll er das Pariser Haus leiten: Der deutsche Musikmanager Alexander Neef ist an die Spitze der berühmten Oper beordert worden.

Alexander Neef soll die Nachfolge von Stéphane Lissner antreten
imago images/ZUMA Press

Alexander Neef soll die Nachfolge von Stéphane Lissner antreten


Der deutsche Musikmanager Alexander Neef wird im Jahr 2021 neuer Leiter der Pariser Oper. Der 45-Jährige werde die Nachfolge von Stéphane Lissner antreten. Das teilte der Elyséepalast mit. Neef ist derzeit Intendant der Oper im kanadischen Toronto.

Lissner, der 2014 die Spitze in Paris übernahm, scheidet im August 2021 aus. Neef tritt eine sechsjährige Amtszeit an, die voraussichtlich am 31. Juli 2027 endet. Die Opéra de Paris besteht aus den beiden Häusern Bastille und Garnier.

Neef begann seine Karriere in der künstlerischen Leitung der Salzburger Festspiele und der Ruhrtriennale. Unter der Pariser Opernintendanz von Gérard Mortier (2004-2009) wirkte er an zahlreichen Opernproduktionen in der französischen Hauptstadt mit. In seiner derzeitigen Funktion als Chef der Oper in Toronto gelang es ihm, die Canadian Opera Company zu einem der bedeutendsten internationalen Häuser zu machen.

Zuletzt sorgte die Pariser Oper für Schlagzeilen, als sie denukrainischen Tänzer Sergej Polunin auslud. Der Startänzer sollte eigentlich im Februar in einer Inszenierung von "Schwanensee" auftreten, verscherzte es sich dann aber mit dem Haus: Unter anderem unterstellte er in sozialen Netzwerken übergewichtigen Menschen Faulheit und dankte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für seine guten Taten. Solche Äußerungen, erklärte daraufhin die Oper, seien nicht mit den Werten des Hauses vereinbar.

evh/dpa



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