Heute in den Feuilletons "In der Schweiz geht's nur ums liebe Geld"

In der "Welt" wundert sich der Gurlitt-Anwalt Hartung über das Kunstmuseum Bern. In der "FR" erzählt Boris Blank von seinen Vorbildern in der elektronischen Musik. Die "Berliner Zeitung" bestaunt das kriegerische Vokabular des Designs in den Achtzigern.


Efeu - Die Kulturrundschau

Design, 26.11.2014

Etwas erschrocken notiert Simone Reber (Tagesspiegel) in der Ausstellung des Berliner Bröhan-Museums von Neuem Deutschen Design der 80er Jahre, "wie sehr sich das kriegerische Vokabular bis ins Mobiliar hineinfraß. Gitter, Armierungseisen, Stacheldraht - die Gestaltung nahm alle Symbole der Bedrohung auf. Sie spielte mit der Armut, mit der Fragmentierung, mit dem betonierten Provisorium. ... Subtil ist hier nichts. Aber die Formensprache macht Spaß, weil sie die Konfrontation sucht und auf Repräsentation verzichtet." In der SZ rät Jens Bisky heutigen Designern, sich von den schrillen Entwürfen der 80er inspirieren zu lassen.

Musik, 26.11.2014

Viel Richard Strauss gab's in Dresden zum Jubiläumsjahr des Komponisten. Alles sehr schön, meint Manuel Brug in der Welt, aber auch sehr harmlos: An Richard Strauss ist "das Spannende gerade seine Janusköpfigkeit: als Großbürger und Moderner, als einer, der Wilhelminismus, Weimarer Republik, Nazizeit, demokratischen BRD-Neuanfang samt zweier Weltkriege aktiv miterlebt hat, der sich 1949 aus der Weltkatastrophe als letzter Olympier im Sonnenuntergang in von ihm für vollendet erklärter abendländischer Tradition mit 'Vier letzten Liedern' verabschiedete. 2019 werden die Rechte an seinem Werk frei, haben die präsenten Erben nicht mehr in Interpretationen hineinzureden. Ob es dann einen freieren, tieferen, bohrenden Strauss-Blick geben wird? Oder ist es dafür schon zu spät?"

In der FR plaudert Max Dax angeregt mit Boris Blank von der Elektro-Popband Yello, der unter dem Titel "Electrified" gerade einige Solo-Arbeiten aus seinem Archiv veröffentlicht hat. Unter anderem geht es in dem Gespräch auch um Einflüsse und Pioniere: Sun Ra und Miles Davis bewundert Blank, auch wenn sie aus den Zeiten vor der elektronischen Musik stammen: "Direkte Vorläufer der elektronischen Musik waren für mich eher Leute wie Raymond Scott, der elektronische Instrumente gebaut hat, oder Komponisten wie Pierre Boulez oder György Ligeti, die mit elektronischen Elementen in ihrer Musik gearbeitet haben. In deren Klangwelten fühle mich wohl - in deren Welten des Seltsamen."

Weitere Artikel: Gut durchgerüttelt kommt Sybill Mahlke aus einer von Marek Janowski dirigierten Aufführung von Mendelssohns "Elias": Diese "sprengt total den Begriff des Klassizismus. Denn neu zu hören ist: Mendelssohn als Abenteuer." Maurice Summen hebt in der taz das Glas auf den "Punk-beeinflussten Zeckenrap", den die Antilopen Gang auf ihrem aktuellen Album "Aversion" vorlegen: "'Deutschrap muss sterben, damit wir leben können.' Wer solche Zeilen textet, kann kein schlechter Mensch sein", jubelt er und freut sich zudem noch darüber, dass sich die Combo auch munter mit Querfront-Strategen wie Jürgen Elsässer und Ken Jebsen anlegt.

Besprochen wird ein Konzert der Hardcore-Band Iceage ( Berliner Zeitung ).

Film, 26.11.2014

Sehr begeistern kann sich Daniel Kothenschulte (FR) für die Ruinen einst prächtiger Filmpaläste, die die Fotografen Yves Marchand und Romain Meffre in den USA teils unter den Wandverkleidungen moderner Supermärkte ausfindig gemacht haben. Die Fotografien davon, die nun im Frankfurt im Deutschen Filmmuseum ausgestellt sind, lassen ihn allerdings künstlerische Abstriche machen: "Die analog aufgenommenen Bilder wurden digital etwas schematisch nachbearbeitet und in einem Überformat abgezogen, das ihre Auflösung um einige Grade übersteigt. So entsteht eine klirrende Klarheit, die sich aber immerhin auch dem Pathos des Ruinenhaften desillusionierend in den Weg stellt. Es ist keine Neuigkeit, dass das Kino, wie man es kennt, im Zeitalter seiner Digitalisierung zu einer musealen Angelegenheit geworden ist."

Außerdem: Dominik Kamalzadeh unterhält sich für den Standard mit dem irischen Schauspieler Brendan Gleeson, der gerade in John McDonaghs Milieudrama "Am Sonntag bist du tot" einen bedrohten Priester spielt.

Besprochen werden Thomas Heises stark ästhetisierter Dokumentarfilm "Städtebewohner" über die Insassen eines mexikanischen Jugendgefängnisses ( Tagesspiegel ), Philipp Leinemanns Polizeithriller "Wir waren Könige" ( ZeitOnline ) und Ned Bensons Trennungsdrama "Das Verschwinden der Eleanor Rigby" mit Jessica Chastain und James McAvoy ( Presse, SZ, FAZ).

Literatur, 26.11.2014

Für den Tagesspiegel hat Anette Selg den Comicworkshop "First Egypt Comix Week" des Goethe-Instituts in Kairo besucht. Drei Jahre nach Mubaraks Sturz fällt der Tenor der neuen ägyptischen Comics erwartbar nüchtern aus: "Dass die Revolution gescheitert, die aktuelle politische Lage nicht besser als unter Mubarak ist, darüber muss fast nicht mehr gesprochen werden. Stattdessen handeln die Comics (...) von Alltagsproblemen, erzählen persönliche Geschichten, aber auch vollkommen apokalyptische Szenarien."

Weitere Artikel: In der Jungle World widmet sich Jan Borchers einer tiefgreifenden Analyse von Paul Celans Geschichte "Gespräch im Gebirge". In der SZ schreibt Schriftsteller Marcel Beyer einen langen Essay darüber, warum Heinrich Kleist in seiner Erzählung über die heilige Cäcilie "darauf verzichtet, uns ein Enthauptungsvideo vorzuführen".

Besprochen werden Jan Seghers' neuer Krimi "Die Sterntaler-Verschwörung" ( FR ), Stefan Hertmans "Der Himmel meines Großvaters" ( taz ), Shaun Ushers "Letters of Note - Briefe, die die Welt bedeuten" ( Berliner Zeitung ) und André Kubiczeks "Das fabelhafte Jahr der Anarchie" (FAZ).

Architektur, 26.11.2014

In der Berliner Zeitung amüsiert sich Harald Jähner mit dem "Abriss-Atlas Berlin": "Eine Fibel des missglückten Bauens, die auch für viel Liebgewonnenes nur ein Urteil kennt: Weg damit!" Paul Andreas besucht für die NZZ im Rotterdamer Nieuwe Instituut eine Schau über den architektonischen Strukturalismus in den Niederlanden.

Bühne, 26.11.2014

In der taz berichtet Katrin Bettina Müller von den Proben in Berlin zu Helena Waldmanns Tanzstück "Made in Bangladesch", das diese mit Tänzerinnen aus Bangladesch entwickelt: "Die Tänzer und Tänzerinnen [werden] im ersten Bild selbst zu Teilen einer Maschine, die exakte, reduzierte Bewegungen wiederholen und wiederholen, in einem kaum aushaltbaren Tempo. Sie drehen sich wie die Spindeln der Garne auf den Nähmaschinen und ordnen sich zu Reihen. ... Jeder ist so dem ständigen Wettbewerb ausgesetzt, mehr zu schaffen als sein Nachbar. Output, Effektivität, Konkurrenz."

Insbesondere Regisseure und Schauspieler von außerhalb fürchten die Berliner Theaterkritik, erfahren wir in dem umfangreichen Gespräch über das Berliner Theater, das Rüdiger Schaper und Christine Wahl für den Tagesspiegel mit Ulrich Matthes und Ulrich Khoun vom Deutschen Theater geführt haben. Das ficht die beiden nicht an. Khoun dreht den Spieß kurzerhand um: "Berlin stellt unglaublich viele Theatererfahrungen bereit. ... Diese Stadt ist wie ein Feinschmeckerparadies. So kommt es mir manchmal auch in den Kritiken vor: Wenn ich jeden zweiten Abend ein Spitzenrestaurant beurteilen soll, ist das natürlich anstrengend."

Weitere Artikel: Gesa Steeger (Freitag) informiert sich bei der interaktiven Theaterperformance "Nasty Peace" des Berliner Kollektivs "Copy & Waste" am Berliner Kottbusser Tor über die Funktionsweise von Kapitalismus und Gentrifizierung.

Besprochen werden Johan Simons' Adaption von Siegfried Lenz' Roman "Deutschstunde" am Thalia Theater in Hamburg ("mehr blasse Pflicht als Kür", gähnt Simone Kaempf in der taz ), ein Stück über Noras Ehemann, "Torvald", im Wiener TAG ( Standard ), Katharina Thalbachs "Amphitryon"-Inszenierung am Berliner Ensemble ("Die schlüpfrigen Witze sind (...) erstaunlich verklemmt und reaktionär", ärgert sich Mounia Meibourg in der SZ) und Inszenierungen von Benjamin Brittens "The Turn of the Screw" in Berlin und in Zürich (SZ).

Kunst, 25.11.2014

Im Tagesspiegel stellt Jörg Heuer den gerade in der Berliner CWC Galerie ausgestellten Porträt-Fotografen Martin Schoeller vor, dessen Arbeiten dafür bekannt sind, Stars nicht unbedingt vorteilhaft aussehen lassen: "Tom Cruise und Mariah Carey lehnten ihn wohl deshalb ab. Vielleicht, weil sie Angst hatten, nicht die üblichen zehn Kilo leichter und zehn Jahre jünger auszusehen."

Besprochen werden eine Ausstellung von Rita Preuss' Malereien im Willy-Brandt-Haus in Berlin ( Tagesspiegel ) und die Oskar-Schlemmer-Retrospektive in der Staatsgalerie Stuttgart ( Standard ).


9Punkt - Die Debattenrundschau

Gesellschaft, 26.11.2014

Nach dem Tod des krebskranken Pop-Sängers Morteza Pashaei begleiteten Hunderttausende Iraner den Trauerzug durch Teheran - zum Entsetzen der in diesem Fall völlig machtlosen Mullahs. In der NZZ beschreibt Bahman Nirumand, wie die Konservativen im Land alles tun, um die kulturellen Öffnung des Landes zu verhindern. "Weit mehr als vor Sanktionen oder gar einem militärischen Angriff fürchten sich die Islamisten vor kultureller Unterwanderung oder, wie es offiziell heißt: einem 'samtenen Kulturkrieg'."

In der taz deutet Charlotte Wiedemann die Trauer um den Sänger eher massenpsychologisch: "Die Melancholie seiner Liebeslieder ging bruchlos über in die gefühlte Nähe des eigenen Todes. Es spricht viel für die Annahme, dass der sieche Sänger so zu einem Spiegel wurde, in dem sich junge Iraner selber sahen. Eine Generation, die sich um ihre Chancen betrogen sieht und deren mangelnde berufliche Perspektive der beständige Kummer von Eltern und Verwandtschaft ist."

Mit Betroffenheit und echtem Willen zur Besserung liest Henryk Broder in der Welt die Handreichung einer Gruppe "Neuer deutscher Medienmacher" zu einem interkulturell sensiblen Sprachgebrauch: "Es sollte, so raten die neuen deutschen Medienmacher 'Einheimische und Mehrheimische' heißen. Auch beim Umgang mit dem Wort 'Wir', das zunächst 'harmlos' erscheint, sollte man bedenken, dass es, 'ohne ausgesprochen zu werden, für wir Deutsche (ohne Migrationshintergrund)' steht und damit ausgrenzt. Noch sensibler sollte man mit dem Begriff 'Dschihad' umgehen, der keinesfalls 'Heiliger Krieg' bedeutet, sondern sich 'auf einen inneren Auftrag' bezieht, 'zum Beispiel beim Kampf gegen 'das Böse' im Herzen'."

Kulturpolitik, 26.11.2014

Der Anwalt des verstorbenen Kunsterben Cornelius Gurlitt, Hannes Hartung, ist ziemlich unzufrieden mit der Rolle des Kunstmuseums Bern ging, das sich von jeglicher historischer Verpflichtung entlasten ließ, bevor es so nett war, das Gurlitt-Erbe anzunehmen. In der Welt schreibt Hartung: "Wenn man die Berichterstattung in den Schweizer Medien seit Mai aufmerksam betrachtet, wird schnell klar, dass es in der Eidgenossenschaft nur um ein Thema ging: das liebe Geld. Auf keinen Fall wollte man nur einen einzigen Cent in die Aufarbeitung der Erbschaft stecken. Das Geld und nicht etwa die Moral war der wesentliche Diskussionspunkt im politischen und kulturellen Bern bis zur Annahme der Erbschaft."

Nachdem die Geld- und Moralprobleme gelöst sind, freuen sich Museumsdirektor Matthias Frehner und Stiftungsratspräsident Christoph Schäublin aus Bern im Interview mit dem Tages-Anzeiger über die Qualität der Sammlung: "Jetzt dürfen wir es ja sagen. Zu den Glanzstücken zählen eine großformatige, 1847 datierte 'Montagne Sainte-Victoire'-Landschaft von Paul Cézanne und eine 'Waterloo Bridge im Nebel' von Claude Monet von 1903, ferner eine sehr schöne 'Marine' von Manet, ein sehr bedeutendes Werk aus der frühpointillistischen Periode von Paul Signac sowie mehrere Bilder von Courbet."

Als einen "Meister der Baustelle" begrüßt Gottfried Knapp in der SZ den neuen Direktor der Münchner Pinakotheken, Bernhard Maaz, der bereits die Sanierung der Alten Nationalgalerie in Berlin und der Dresdner Gemäldegalerie bestritt.

Europa, 26.11.2014

In einer Rede, die Bernard-Henri Lévy in Kiew gehalten hat, kommt er auf die Hubschrauberträger zurück, die Frankreich laut Vertrag demnächst an Russland liefern soll. BHL versichert, dass François Hollande diese Lieferung verhindern wird: "Darüber gibt es in Frankreich eine Polemik. Viele Gegner des Präsidenten machen Druck, damit 'er den Vertrag respektiert'. Aber ich glaube, er wird nicht nachgeben. Ich nehme an, dass er im Moment über die verschiedenen Optionen nachdenkt, die sich ihm bieten, um aus dieser moralisch und strategisch unhaltbaren Position herauszukommen, ohne dass französische Werftarbeiter dafür bezahlen müssen."

Florian Hassel besucht für die SZ die ostukrainische Stadt Donezk, wo ihn der Kampf der rebellentreuen Kulturfunktionäre um die Ruinen von Oper und Landesmuseum zunächst sehr beeindruckt. Aber dann stellt er doch ernüchtert fest: "Dass die Separatisten keinen Sinn für unabhängige, gar provozierende Kunst haben, bewiesen sie schon kurz nach ihrer Machtübernahme: Am 9. Juni warfen sie die Mitarbeiter des Zentrums für zeitgenössische Kunst 'Isolazija' aus ihrem Sitz in einer ehemaligen Fabrik, plünderten das Zentrum aus und kündigten an, künftig in Donezk keine 'degenerierte Kunst' mehr zuzulassen."

Außerdem zur Ukraine: Die Osteuropawissenschaftlerin Annett Jubara betont in der FAZ in einer Antwort auf den Artikel von Michail Jampolsky zur angeblichen "Sklavenmoral" der Russen (unser Resümee), dass die Russen in der Ukraine zum Beispiel sehr wohl aufgestanden seien, um sich gegen einen aggressiven ukrainischen Nationalismus zu wehren.

Im Interview mit Kerstin Krupp spricht Thomas Piketty in der FR über seine Vorbilder Balzac und Austen, über die Ungleichheit und den historischen Egoismus von Paris und Berlin: "Frankreich und Deutschland etwa haben ihre eigenen Schulden nie zurückgezahlt, sondern mittels Inflation gesenkt. 1945 erreichte die Schuldenlast dieser Länder 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - fünf Jahre später waren sie quasi schuldenfrei. Hätten sie die Verbindlichkeiten allein mit ihren jährlichen Überschüssen begleichen müssen, würden sie noch heute zahlen. Stattdessen konnten sie in den Wiederaufbau investieren. Gerade diese zwei aber diktieren nun Südeuropa, seine Verbindlichkeiten samt Zinsrate zurückzuzahlen."

Geschichte, 26.11.2014

Marion Löhndorf besucht für die NZZ das umgestaltete Imperial War Museum in London: Viel Erster und Zweiter Weltkrieg, die "Kriege von heute werden allerdings eher beiläufig erwähnt, so etwa anhand des in Afghanistan konfiszierten Motorrads eines Taliban-Spions".

Politik, 26.11.2014

Im taz-Interview weist Friedensaktivist Otmar Steinbicker auf die unangenehme Schlagseite der neuen Friedensbewegung hin: "In der Mahnwachenbewegung gibt es ein höchst problematisches Spektrum. Das macht sich an Personen wie Ken Jebsen oder Lars Mährholz fest. Beiden wird aus meiner Sicht zu Recht der Vorwurf gemacht, neurechte Verschwörungstheoretiker zu sein."

Joseph Croitoru liest für die FAZ das Gründungsmanifest des Islamischen Staats von 2007, das ihm Einblick in die Rechtfertigungsstrategien der Truppe gewährte.

Internet, 26.11.2014

Auf Netzpolitik berichtet Andre Meister über die Enttarnung des Staatstrojaners Regin, mit der Informationen von The Intercept zufolge NSA und GCHQ bei Belgacom und anderen Zielen in Europa eingebrochen sind.

Für relativen Kokolores hält Thomas Knüwer in seinem Blog die prominent vom Handelsblatt verbreitete (und vom Perlentaucher weitergetragene) Behauptung, das Europa-Parlament wolle Google zerschlagen. Das dürfte kaum möglich sein, meint er, denn
"- Die EU-Kommission müsste Google die Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung nachweisen. Der Begriff 'Ausnutzung' ist dabei sehr wichtig, denn ein Monopol oder Quasi-Monopol allein ist nicht strafwürdig (was gern vergessen wird).
- Das EU-Parlament kann kein Gesetz zur Zerschlagung Googles fordern, denn Google ist ein US-Unternehmen. Es könnte höchstens generell Suchleistungen im Web von anderen Diensten trennen. Dies träfe dann aber auch Yahoo. Oder Axel Springer: Denn der Medienkonzern hat ja eine Suchtochter namens Qwant."

(Via Carta ) Lawblogger Thomas Stadler begrüßt den gemeinsamen Gesetzesentwurf der Grünen und der Linkspartei zur Abschaffung des Leistungsschutzrechts für Presseverlage. Trotz Widerständen sei das sinnlose Gesetz durchgekommen, "wenngleich in deutlich eingeschränkter Form. Aber auch diese Gestaltung hat sich als nicht sinnvoll und nicht praxistauglich erwiesen, weshalb eine ersatzlose Streichung die einzige sachgerechte Lösung darstellt."



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