Heute in den Feuilletons "Schwarze Mammy mit ägyptischer Sphinx vereint"

Geraten die Großfestivals in eine tiefe Krise? Sie sind verrostet, meint Frie Leysen im "Standard". Und Avignon und Aix könnten ganz ausfallen, warnt Olivier Py in "Le Monde". Überwältigt steht die "FAZ" vor Kara Walkers Skulptur in New York.


Efeu - Die Kulturrundschau

Kunst, 16.06.2014

In New York ist derzeit Kara Walkers riesige, aus Zucker gefertigte Skulptur "Marvelous Sugar Baby" zu sehen, die klischierte Attribute einer schwarzen Mammy mit der Ikonografie der ägyptischen Sphinx vereint. In der FAZ gerät Jordan Mejias angesichts dieses Anblicks in weitschweifendes Assoziieren: Diese "kolossale Skulptur ist ein Gedankengenerator, der keine versteckten Algorithmen braucht, um sich die Welt in abenteuerlichen Verknüpfungen, Vergleichen und Zusammenstößen zu erschließen. ... Provokation und Heiligsprechung sind die Ansatzpunkte einer Debatte, die im historischen Miasma der Sklaverei auf den Zuckerrohrfeldern beginnt und in einem Amerika, das sich zum Präsidenten einen Mann mit schwarzer Hautfarbe gewählt hat, alle Phantasien und Lügen von einer postrassistischen Reife sogleich der Lächerlichkeit preisgibt." Hier einige Eindrücke von der in der Tat überwältigenden Skulptur und deren Fertigungsprozess. (Das Foto von Matt, Marie, Luke and Finn steht unter CC-Lizenz bei Flickr.)

Für die NZZ besucht Paul Andreas die sechste Architekturbiennale in Rotterdam, die sich den Problemen und Lösungsansätzen globaler Urbanisierung widmet. "Angesichts der gravierenden Auswirkungen des Klimawandels und der globalen Urbanisierungslawine, die auf die Welt in den kommenden Dekaden zurollen dürfte, wird es keine Rückkehr zu einer Balance der Natur mehr geben können. Stattdessen müssen die Bedingungen des Anthropozäns...auch für die Stadt-, Raum- und Landschaftsplanung berücksichtigt werden."

Simone Reber und Christiane Meixner haben für den Tagesspiegel die beiden aktuellen Gerold-Miller-Ausstellungen in Berlin (im Mies-van-der-Rohe-Haus und in der Galerie Chouakri) besucht und mit Gewinn verlassen: "Die glückliche Fügung der beiden Ausstellungen schickt den Blick durch die Stufen modernen Sehens. Sie schärfen das Auge, bis es unterscheiden kann zwischen Realität und Illusion."

Außerdem: Cristina Nord fasst in der taz Elisabeth Bronfens in Berlin gehaltenen Vortrag über die Kriegsfotografinnen zusammen. In der Berliner Zeitung schreibt Sabine Vogel, im Tagesspiegel Christiane Mexiner den Nachruf auf den Fotografen Robert Lebeck.

Besprochen werden die Kokoschka-Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg (Elke Linda Buchholz vom Tagesspiegel freut sich vor allem über die Tierbilder) und die Ausstellung zum Berliner Art Prize im Kühlhaus Berlin ( taz ).

Musik, 16.06.2014

Anhand neuer Veröffentlichungen von Fatima Al Qadiri ("Asiatisch" - hier einige Hörproben, weitere Besprechungen in Spex und bei Pitchfork ) und Copeland ("Because I'm Worth It") stellt Christian Werthschulte in der Jungle World das elektronische Subgenre Sinogrime vor, an dessen Blütezeiten insbesondere Al Qadiris Album erinnert: Hier vermengt sich die "Faszination für die Oberflächenwelt des Spätkapitalismus" mit der "Hypermoderne Chinas". Zu hören ist da ein "Simulacrum aus akustischen Klischees (...): fabrikfertige Chorsounds aus gängigen Synthesizern, generische Bambusflöten aus den Sound-Bibliotheken handelsüblicher Audiosoftware, eine Vocoder-Stimme, die von ihrem Drachentattoo erzählt und dann 'Speak Chinese, speak with me' fordert." Einen ausführlichen Essay über Grime und dessen Spielarten veröffentlichte Adam Harper bereits 2013 in Dummy.

Außerdem: Im Tagesspiegel jubelt Sybill Mahlke über Gustavo Dudamels Einstieg als Dirigent bei den Berliner Philharmonikern: "Für diese Mahler-Aufführung gebührt ihm ein Kranz. Daniel Zylbersztajn besucht für die taz den Londoner Gothic-Club Slimelight.

Besprochen werden das Album "Beauty & Ruin" von Bob Mould (Jan Freitag von der Zeit ist begeistert von "altmodischer Musik mit fortschrittlicher Kraft"), das neue Album von Lana Del Rey (FAZ, Pitchfork ) und eine CD mit Mozart-Aufnahmen der Pianisten Tal & Groethuvsen (SZ).

Literatur, 16.06.2014

Besprochen werden Reto Hännys "Blooms Schatten" ( FR ), Christoph Peters' "Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln" ( Zeit ), Colson Whiteheads Zombie-Roman "Zone One" ( Tagesspiegel ), Stefan Müller-Doohms Habermas-Biografie (SZ), Jan Bauers Comic "Der salzige Fluss" ( Jungle World ) und diverse neue Biografien in Comicform ( Tagesspiegel ).

Design, 16.06.2014

Hortense Pisano hat sich für die taz im Forum Frankfurt eine Ausstellung mit Modefotografien von Viviane Sassen angesehen. Insbesondere Sassens "Kunst der Verfremdung und des Verbergens" wussten der Kritikerin zu gefallen: "Gerade weil Sassens frühe Magazinarbeiten nicht die Perfektion ihrer neueren Modefotografien erreichen, verdeutlicht 'In and out of Fashion', dass sie von Beginn an eine an den Effekten der modernen Avantgarde geschulte und dabei ganz eigene, zeitgemäße Bildsprache anstrebte. Eine Bildsprache, die sich wohltuend von den puppenhaften Schönheitsidealen abhebt, wie sie nach wie vor das Bild der Frau in den bekannten Modemagazinen prägen. ... Oft bleiben die Gesichter ihrer Models in der Dunkelheit eines Schattens verborgen, werden von drapierten Stoffbahnen umhüllt oder verschwinden hinter einem Bausch bunter Kleider." (Viviane Sassens Foto "In bloom", ursprünglich für das Magazin Dazed & Confused entnehmen wir der Website der Ausstellung.)

Bühne, 16.06.2014

Sehr klare Worte zum internationalen Spitzen-Kulturbetrieb findet im Standard die Wiener Festwochen-Schauspielchefin Frie Leysen, die nach nur einem Jahr gleich wieder abtreten wird und darum offenbar keine Rücksichten nehmen muss: "Alle Festivals, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind, Avignon, Holland Festival, Edinburgh, auch Wien, sind 70 Jahre alt - und verrostet. Ich glaube nicht, dass sie zu retten sind - es sei denn, man hat den Mut, Tabula rasa zu machen und radikal neu zu denken."

Dazu passt ein Interview mit Olivier Py vom Festival in Avignon in Le Monde. In Frankreich drohen die "Intermittents du Spectacle" mit Streik - also jene Kunst- und Theaterleute, die nur Werkverträge haben und zwischendrin vom Arbeitsamt getragen werden. Dieser Status wird in Frankreich bei vergeblichen Reformkonvulsionen von Zeit zu Zeit in Frage gestellt. Py sagt zu Le Monde, dass er mit Kulturministerin Aurélie Filippetti gesprochen hat. "Wir haben ihr gesagt, dass auch die Festivals in Avignon und Aix-en-Provence von 2015 und 16 gefährdet sind, falls die Festivals von 2014 annulliert werden. Und das heißt, dass die Festivals als Institutionen in Frage stehen."
Claus Peymanns Inszenierung von Jutta Ferbers Bühnenadaption von "Kafkas Prozess" am Berliner Ensemble lässt die Kritiker seufzen - wenngleich nicht gerade vor Glück. Bei der Nachtkritik schickt Christian Rakow deshalb gleich warnend und alte Erfahrungen bekräftigend voraus, dass auch hier wieder Peymanns Hang zu "szenischen Doppelungen des Textes, Verstärkungen und Vereindeutigungen, (...) für die [das Berliner Ensemble unter Peymann] wahlweise geliebt oder gelitten wird," zum Tragen kommt. "Das BE hat sich - mit durchaus diebischer Freude am eigenen Anachronismus - als Theatermuseum eingerichtet."

In der SZ will sich Lothar Müller solchen Warnungen zum Trotz nicht mit dem Gebotenen anfreunden, auch wenn etwa die schauspielerischen Leistungen ihm im Einzelnen durchaus imponieren. Doch "warum wirkt, was sie im Einzelnen so gekonnt spielen, so harmlos im Ganzen, bei allem Bemühen um Moritat und Groteske so verzagt?" Ulrich Seidler von der Berliner Zeitung gewinnt bei aller Zermürbung immerhin einige Erkenntnisse: "Diese forcierte Misskunstvorführung hat man am BE wohl eher nicht extra für Kafka erfunden, aber sie passt doch diesmal und hilft beim Mitdenken." Auch Christine Wahl vom Tagesspiegel ist nach der Aufführung äußerst überschaubar begeistert.

Weitere Artikel: Christoph Nix, Intendant am Theater Konstanz, berichtet in der taz von einer Reise nach Burundi. Besprochen werden Amélie Niermeyers Inszenierung der "Gefährlichen Liebschaften" am Schauspiel Frankfurt ( FR ) und Salvatore Sciarrinos an der Staatsoper Berlin gezeigter "Lohengrin" ( taz ).


Efeu - Die Kulturrundschau

Europa, 16.06.2014

Der deutsch-französische Theatermann Benjamin Korn sieht den Front National als eine Folge der Schweren Krise, in der Frankreich steckt, wie er im Tagesspiegel schreibt: "In Frankreich beobachte ich einen eigentümlichen Zerfall des sozialen Gewebes, eine Art Erschöpfung der Bevölkerung, der die Politiker seit Jahren außer hohlen Reden über vergangene Größe nicht einen einzigen konkreten Zukunftsplan anbieten. Nichts wird gegen die Versteinerung der Gesellschaft unternommen, in der die Jugendarbeitslosigkeit explodiert und alle Zugänge zu sozialen Positionen von Seilschaften versperrt sind, so dass man sogar im Dorf Beziehungen haben muss, um Putzfrau im Rathaus zu werden. Man müsste vor allem die Refeudalisierung der Gesellschaft aufhalten, damit Einkommensunterschiede, die die Mittelklassen wegfressen, das Volk nicht weiter in zwei antagonistische Teile zerfallen lassen."

In der FAZ berichtet Kerstin Holm über ihre Begegnung mit Putins nationalbolschewistischem Hofintellektuellen Alexander Dugin. Kurzfristig verschlägt es ihr die Sprache, und dem Leser geht es nicht anders: "Faschistisch und totalitär sei in Wirklichkeit der westliche Liberalismus, belehrt er mich zur Begrüßung, offenbar zornig, dass die meisten Europäer das nicht begreifen. Die Todsünde des Westens sei, dass er die eigenen Werte, Demokratie und Menschenrechte, Individualismus und Marktwirtschaft, für universal halte und anderen aufdränge, erklärt der blasse Denker mit dem Patriarchenbart. Das sei rassistisch. Ich komme nicht mit. Etwas dreht sich mir im Kopf. Dugin hilft mir: Menschliche Rassen seien kulturelle Kategorien. Annahmen, wonach genetische Faktoren sie bestimmten, seien widerlegt. So wird die Menschenrechtsdeklaration rassenspezifisch."

Politik, 16.06.2014

In der Welt findet der Autor Michael Ebmeyer das Manifest "Katalanen wollen wählen", das auch von Pep Guardiola mitverbreitet wird, nicht sonderlich gelungen, hat ansonsten aber Verständnis für den katalanischen Nationalismus: "Alle Kompromissbemühungen aus Barcelona werden abgeschmettert. Zugleich verfängt die Propaganda, den Katalanen gehe es bei ihrem Protest bloß darum, sich als 'Zahlmeister Spaniens' in Krisenzeiten aus der Verantwortung zu stehlen, bestens bei den ausländischen Korrespondenten. Da diese fast alle in Madrid sitzen und wenig Interesse an anderen Perspektiven als der spanisch-zentralistischen zeigen, hat das katalanische Anliegen international schlechte Karten."

Internet, 16.06.2014

Nach einigen eher akademisch klingenden Erwägungen zu Prometheus, die Rüdiger Safranski zur Eröffnung der Zürcher Festspiele zu hören gab (abgedruckt im Tages-Anzeiger), kommt er auch aufs Internet zu sprechen und wird richtig aufrührerisch: "Doch auch hier ist nicht nur die Technik das Problem, sondern die Eigentumsformen, in denen sie sich entwickelt, denn das Internet ist kein neutraler technisch hergestellter öffentlicher Raum mehr, sondern es ist von Monopolen dominiert, die den Raum der Kommunikation bereitstellen und als Privatunternehmen sich die Privatheiten der anderen aneigenen und zu Geld machen."

In der SZ beklagt Tobias Kniebe, dass sich Google beim Shopping für die Platzierung der Suchergebnisse bezahlen lässt: "Wer mit seinem Produkt und seinem Preis bei Google ganz oben oder gut platziert am rechten Rand stehen will, muss seit Langem eine Textanzeige bezahlen. Bezahlen muss seit Neuestem aber auch, wer - womöglich sogar prominent und mit Bild - in der Mitte bei den Ergebnissen von Google Shopping auftauchen will. Dieses Geschäft ist Google wichtig."

Nachdem Joseph von Westphalen in seiner Flaneurskolumne bei der AZ auf die Website eines 18-jährigen Mädchens stieß, die sich intensiv mit antiken Mythen befasst, glaubt er einmal mehr ans Gute im Internet: "Das Gerede von Bildungsnotstand ist möglicherweise nur Panikmache pensionierter Oberlehrer. Ich jedenfalls werde mich nie mehr über die auf ihren Smartphones herumwischenden Schüler lustig machen."

Medien, 16.06.2014

Misstrauisch blickt Axel Brüggemann im Freitag auf die große "Public-Private-Press-Partnership" die sich derzeit bei den Rechercheteams von Zeit und ZDF einerseits, Süddeutsche, WDR und NDR andererseits offenbart: "Klar, man kann schon fragen, ob hier nicht einige Zeitungen indirekte Subventionen durch TV-Gebühren bekommen und warum die Sender nicht mehr Geld in Recherche-Teams fließen lassen statt in Sendungen wie 'Volle Kanne'. Aber man könnte sich auch einfach locker machen und sagen: Wenn guter, investigativer Journalismus anders nicht zu haben ist - warum nicht? Dann allerdings müsste irgendwann mal ein deutscher Wikileaks-Skandal herausspringen oder Aufklärung über den Ursprung der Hoeneß-Millionen. So aber ist die neue Rechercheallianz von ZDF und Zeit bislang lediglich ein anderer Name für medienübergreifende PR."

(via turi2) Deutsche Medienpolitiker überlegen laut einem Bericht in horizont.net derzeit, ob man Google vorschreiben kann, bestimmte politische Inhalte in einer bestimmten Weise in den Suchergebnissen anzuzeigen. Befürworterin einer solchen Regelung ist u.a. Jacqueline Kraege, Chefin der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und - wichtiger noch - Koordinatorin der Rundfunkpolitik der Bundesländer: "In Kreisen der Medienanstalten hört man außerdem die Einschätzung, das Ansinnen der Länder und auch mancher ARD-Offizieller, Googles Trefferlisten zu regulieren, entspringe eher Wunschdenken als Realitätssinn. Passende Suchworte und Entscheidungsprozeduren über gewünschte Ergebnisreihenfolgen (Los- oder Rotationsverfahren? Quoten?) - all dies müsste geregelt werden. 'Die haben sich da ein bisschen verrannt', sagt ein Insider. Plattformregulierung an sich müsse aber sein", meint Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein.

In der taz berichtet Rudolf Balmer, dass Laurent Joffrin als Chefredakteur zur Libération zurückkehrt, zudem wird es eine Kapitalspritze von 18 Millionen Euro vom Kabelunternehmer Patrick Drahi geben. Leichtes Aufatmen in der Redaktion: "Noch immer gibt es diese Idee von Ledoux, aus Libération eine Art Multimediazentrum mit einem Restaurant auf der Dachterrasse zu machen, ohne dass sichtbar wird, welchen Platz in diesem Konzept die gedruckte Zeitung noch hätte. Noch ist auch nicht klar, wie viele Kolleginnen und Kollegen im Zuge der Sanierung das Unternehmen 'freiwillig' verlassen sollen. Dennoch bestätigen die meisten, dass die Situation nicht mehr so dramatisch aussieht wie noch vor ein paar Wochen."

Außerdem: Der Guardian untersucht in einem langen Artikel, wie die Presse in Europa auf die digitale Revolution reagiert. Die Situation in Deutschland haben sie allerdings gründlich falsch verstanden: Die Behauptung, deutsche "Qualitätszeitungen" würden ihren Inhalt kostenlos abgeben, trifft ja nun gerade nicht zu. In der FAZ gibt es weitere Stimmen zum Tod Frank Schirrmachers - von Salomon Korn, Reinhold Beckmann, Juli Zeh und Morten Freidel.

Geschichte, 16.06.2014

Joachim Güntner hat für die NZZ noch einmal einen Blick auf den SS-Verein Lebensborn geworfen, vor dessen angeblichen "Kopulationsheime" sich zuletzt noch einmal Sibylle Lewitscharoff gegruselt hatte. Güntner hält den Ball flacher und stellt klar: "Die Heime des Lebensborns waren vorzüglich ausgestattete Entbindungsanstalten, erstens für SS-Paare, sodann aber auch für andere 'arische' und 'erbgesunde' Mütter, die Gründe hatten, ihr Kind anonym und fern der Heimat zur Welt zu bringen."

In der FAZ erzählt Margarethe von Hase, Ehefrau eines Offiziers, der nach dem Attentat des 20. Juli hingerichtet worden war, wie danach die Angehörigen der beteiligten Offiziere verhaftet und schikaniert wurden.

Überwachung, 16.06.2014

Im lawblog meldet Udo Vetter, dass deutsche Innenminister hochbesorgt sind über die Folgen, die ein Handyklau für die Opfer hat. Sie denken deshalb über eine "staatlich angeordnete Fernsperrung des Geräts" nach. Vetter wittert ganz andere Motive als vorgetragen: "Nach meinem Empfinden geht es hier um was anderes. Nämlich um den Aufbau eines Datenbestandes, der jedes Mobiltelefon zu jeder Zeit sekundenschnell persönlich zuordnungsfähig, auffindbar, steuerbar und (ja, auch) sperrbar macht. Das ist in dieser Form heute noch nicht möglich, wäre aber wie so manches andere ein feuchter Traum vieler Ermittler."



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