Podcast "SPIEGEL live" Trümmer, Frieden, Neuanfang - Deutschland zwischen 1945 und 1949

Wie erlebten die Deutschen die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg? Und wie stellten sie sich dem geistigen und politischen Neubeginn nach dem Nationalsozialismus? Die Diskussion im Podcast "SPIEGEL live".


SPIEGEL live - Das Gespräch: Trümmer, Frieden, Neuanfang - Deutschland zwischen 1945 und 1949

Als der Zweite Weltkrieg im Mai 1945 sein offizielles Ende findet, liegt Deutschland in Trümmern. Ganze Städte sind zerstört, knapp sechs Millionen Deutsche haben durch Bomben ihre Behausungen verloren. Sie alle benötigen eine neue Heimat, genau wie 14 Millionen Flüchtlinge aus dem Osten. Wie erlebten die Menschen diese Zeit? Und wie stellten sie sich dem geistigen und politischen Neubeginn nach dem Untergang des Naziregimes?

Nie zuvor in der deutschen Geschichte hatte es einen so tiefen Bruch im gesellschaftlichen und politischen Leben des Landes gegeben. Nun mussten sich die Deutschen in einer neuen, teilweise noch fremden Welt zurechtfinden. Dabei gingen Ost und West bald unterschiedliche Wege.

Über neue Wege und Irrwege im Nachkriegsdeutschland diskutiert SPIEGEL-Redakteur Uwe Klußmann mit Axel Schildt, Direktor a.D. der Forschungsstelle für Zeitgeschichte und Professor für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg, sowie mit der Zeitzeugin Gudrun Sombrowski. Ihre Familie wurde 1943 in Hamburg-Hamm ausgebombt und im Anschluss nach Schleswig-Holstein evakuiert. Dort musste sie erfahren, dass sie auf einmal nicht mehr zu den "Einheimischen" gehörte.

Das Gespräch wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe "SPIEGEL Live" im Januar 2018 im Hamburger Bucerius Kunst Forum aufgezeichnet.

Wie abonniere ich den Podcast?

Sie können "SPIEGEL live" entweder über den Player in diesem Artikel hören oder ihn herunterladen auf Ihr Smartphone, Tablet oder Ihren Computer. So können Sie ihn jederzeit abspielen - selbst wenn Sie offline sind.

Sie finden "SPIEGEL live" auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie Apple Podcasts, Google Podcasts, Spotify, Deezer oder Soundcloud. Unterwegs, auf dem Weg zur Arbeit, beim Sport: Sie können unser neues Audioformat hören, wo Sie wollen und wann Sie wollen. Abonnieren Sie unseren kostenlosen Podcast "SPIEGEL live", um keine Folge zu verpassen.

Falls Sie diesen Text auf einem iPhone oder iPad lesen, klicken Sie hier, um direkt in die Podcast-App zu gelangen. Klicken Sie auf den Abonnieren-Button, um gratis jede Woche eine neue Folge direkt auf Ihr Gerät zu bekommen.

Falls Sie ein Android-Gerät nutzen, können Sie "SPIEGEL live" auf Google Podcasts hören oder sich eine Podcast-App wie Castbox, Pocket Casts oder andere herunterladen und dort "SPIEGEL live" zu Ihren Abonnements hinzufügen.



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
jutta_weise 12.08.2019
1. ganz einfach....
erstmal alles auf die Reihe bekommen. Wohnung, Arbeit, Familie und ganz besonders: Lebensmittel organisieren! Abwohl erst 3-4jährig kann ich mich noch gut an meine Geburtsstadt Hildesheim erinnern, dessen Innenstadt am 22.3.45 zu über 90% zerbomt wurde und ich, auf dem Weg zu meinen Großeltern, ca 4km über Trümmer laufen mußte. Habe mich immer gefragt, warum mich das nicht gewundert hat und ich dementsprechende Fragen nach dem Warum gestellt habe. Auf dem Weg gab es aber ein kleines Wunder mit dem Namen "Eis-Cero", ein Italiener der direkt nach dem Krieg hierherkam, einen Eissalon in einem halbzerstörten Haus eröffnete und uns Kinder, große und kleine, glücklich machte. Er hatte auch einen dieser Spezialeiswagen auf 2 Rädern, mit den 2 dicken, glockenartikeln Deckeln, an einer Straßenecke stehen. Sie lag an meinem Weg zum Freibad, wo ich mir dann für die 20 Pfennig Eintrittsgeld 2 Kugeln kaufte. Rein kam ich immer irgendwie. Was für schöne Erinnerungen!
schramkl 12.08.2019
2. Überschrift
Der Terror der Polen im okkupierten Schlesien war nicht von schlechten Eltern! Nach der Vertreibung landeten meine Ahnen zum Glück in der englischen Zone.
fortelkas 12.08.2019
3. "Der Terror der Polen im okkupierten Schlesien war nicht
....von schlechten Eltern!" Ja, das glaube ich. Ich (Jahrgang 1943) bin mit meinen Eltern, genauer, sie sind mit mir aus dem Sudetenland geflohen. Den Sudetendeutschen ging es, um es mal milde auszudrücken, am Ende des Krieges und danach auch nicht gut. Nur, meine Eltern und ich haben uns später auch mal kritisch nach Ursache und Wirkung gefragt. Am Anfang stand nämlich Hitlers Krieg, ausgelöst durch den Überfall auf Polen und später der Vernichtungskrieg Hitlers gegen die Sowjetunion mit bis dahin noch nicht dagewesenen Kriegsverbrechen durch SS, Einsatzgruppen und auch auch durch die Deutsche Wehrmacht. Was sich im späteren Generalgouvernement Polen unter Hans Frank und im Sudetenland unter Reinhard Heydrich an Verbrechen abspielte, das kann auf diesem Forum gar nicht breit erörtert werden, das würde Bände füllen. Ja, das gehört eben auch zur Geschichte der Vertreibung nach 1945. Die deutschen Landsmannschaften haben diesen Teil der Geschichte völlig ausgeblendet. Ich selbst habe genau aus diesem Grund (als gebürtiger Sudetendeutscher) nie den Kontakt zur Sudetendeutschen Landsmannschaft gesucht. An Geschichtsklitterung und Revisionismus wollte ich mich nämlich nicht beteiligen. Erwin Fortelka (Klarname)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.