Journalismus 100. Pulitzer-Preis geht an Nachrichtenagentur AP

Zum 100. Mal sind in New York die Pulitzer-Preise verliehen worden. Die Medaille in der Kategorie "Dienst an der Öffentlichkeit" ging an Journalisten der Nachrichtenagentur "Associated Press" - für Berichte über Fischereisklaven in Asien.
Team der "Associated Press"

Team der "Associated Press"

Foto: Richard Drew/ AP

Den Pulitzer-Preis in der Kategorie "Dienst an der Öffentlichkeit" hat in diesem Jahr die Nachrichtenagentur "Associated Press" (AP) bekommen. Die Journalisten wurden für ihre Berichterstattung über die sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen in der Fischerei-Industrie Südostasiens  geehrt.

Die AP-Reporter deckten den Einsatz von Sklaven in der Fischerei auf. Unter anderem versteckten sich die Journalisten vier Tage auf der Ladefläche eines Lastwagens, um die Namen von Schiffen zu notieren, die die Waren an Land brachten. Ihre mehr als 18 Monate dauernde Arbeit führte schließlich zur Freilassung von mehr als 2000 Sklaven und zur Festnahme von einem Dutzend Verdächtiger.

Der renommierte Preis wurde in diesem Jahr zum 100. Mal verliehen. Derzeit gibt es den Preis in 21 Sparten - 14 Sparten betreffen journalistische Arbeiten. Insgesamt wurden fast 3000 Arbeiten eingereicht, davon etwa 1200 journalistische.

Der Preis in der Kategorie "Breaking News" ging an die "Los Angeles Times". Die US-Zeitung erhielt die Auszeichnung für ihre Berichterstattung über den tödlichen Amoklauf eines Extremisten-Ehepaars im kalifornischen San Bernardino .

Die "Washington Post" erhielt den Pulitzer-Preis für ihre Analyse der in den USA von Polizisten getöteten Menschen. Die Nachrichtenagentur Reuters und die Zeitung "New York Times" teilen sich die Auszeichnung für ihre "Breaking News"-Fotografie - beide Medien dokumentierten die Flüchtlingskrise in Europa und dem Nahen Osten.

Die US-Zeitungen "Tampa Bay Times" und "Sarasota Herald-Tribune" erhielten den Preis für ihre investigativen Recherchen in einer Nervenklinik im US-Bundesstaat Florida. Die "Tampa Bay Times" wurde außerdem für ihre lokale Berichterstattung ausgezeichnet.

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100. Mal Pulitzerpreis: Klatsch, Tratsch und Watergate

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kry/Reuters/AP/dpa
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