Reality-TV Eine Familie für den Schwarzwaldhaus- "Container"

Die Reality-Show, die keine sein will: Für ihre Dokumentationsreihe "schwarzwaldhaus1902.de" sucht der ARD nun tatsächlich eine Familie, die ihr Leben zehn Wochen lang unter archaischen Bedingungen fristen soll - natürlich unter Kamerabeobachtung, natürlich nur aus rein historischem Interesse...


Baden-Baden - Für die vierteilige Dokumentation soll eine Familie insgesamt zehn Wochen einen Berghof im Südschwarzwald beziehen. Das Leben unter dem Motto "Es gab ein Leben vor Web, WC und Waschmaschine" wird von einem Kamerateam begleitet. "Wir sperren keine Menschen in einen Container, sondern versetzen sie in eine historische Situation", sagte Christof Schmid, Fernsehdirektor des zuständigen Südwestrundfunks (SWR), am Dienstag. "Wir wollen zeigen, wie es unsere Vorfahren geschafft haben, der rauen Gegend des Hochschwarzwalds das abzuringen, was sie zum Leben brauchten."

Der Bauernhof wird auf den technischen Stand von 1902 zurückgebaut - 1902 deshalb, weil die Langzeitbeobachtung erst 2002 ausgestrahlt wird. Wie der Sender mitteilte, fahndet er zusammen mit der Zeitschrift "TV Hören und Sehen" nach einer geeigneten Familie für die Zeitreise. Die Schwarzwald-Doku, die kein Reality-TV sein soll, wird in diesem Sommer produziert und 2002 in vier jeweils 45 Minuten langen Stücken im Hauptabendprogramm der ARD gesendet. Interessierte Familien können sich bis zum 31. Mai bewerben, die teilnehmende Familie wird dann im Juli von Fachleuten für das Schwarzwaldleben vorbereitet und trainiert. Der erste Aufenthalt im Haus dauert vom 1. August bis zum 30. September, der zweite ist für den 19. Dezember dieses Jahres bis zum 2. Januar 2002 vorgesehen.



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