Hamburg "Rote Flora" soll künftig Konzerthalle und Kita beherbergen

Hamburgs wohl berühmtestes besetztes Haus soll sich in ein Kulturzentrum verwandeln. Auf sechs Etagen könnten ein Konzertraum für 2500 Besucher, eine Kita, ein Jugendtreff und eine Tiefgarage entstehen. Die Bewohner der "Roten Flora" kündigten bereits Widerstand an.
"Rote Flora" im Schanzenviertel: Konzertraum für 2500 Besucher geplant

"Rote Flora" im Schanzenviertel: Konzertraum für 2500 Besucher geplant

Foto: Malte Christians/ dpa

Hamburg - Seit mehr als 20 Jahren ist sie von Linksautonomen besetzt, doch damit soll nun Schluss sein. Die "Rote Flora" im Hamburger Schanzenviertel soll nach dem Willen des Besitzers Klausmartin Kretschmer zu einem sechsstöckigen Kulturzentrum mit Konzerthalle ausgebaut werden. Pläne, das Haus an die Stadt zurückzuverkaufen, seien vom Tisch, sagte Kretschmers Immobilienberater Gert Baer am Samstag.

Die Besetzung solle damit enden, erklärte Baer. Er habe am Freitag beim zuständigen Bezirksamt Hamburg-Altona einen Antrag gestellt, um zu erfragen, unter welchen Bedingungen der Ausbau realisiert werden könne. Die Pläne sehen Baer zufolge eine Aufstockung und Verbreiterung des Gebäudes vor. In dem ehemaligen Theater sollten ein Konzertraum für bis zu 2500 Besucher, ein Bürgerhaus, eine Kita, einen Jugendtreff und eine Tiefgarage entstehen.

Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" über den sogenannten Vorbescheidsantrag berichtet. Weder das Bezirksamt noch die Aktivisten waren am Samstag zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Linksautonomen hatten jedoch immer wieder betont, das Haus als besetztes kulturelles Zentrum mit allen Mitteln verteidigen zu wollen. Die "Rote Flora" stand immer wieder im Zentrum von Ausschreitungen.

jus/dpa
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