Rücktritt Leiter der Henri-Nannen-Schule geht

Nur ein Dreivierteljahr nach seinem Amtsantritt gibt der Leiter der renommierten Henri-Nannen-Journalistenschule, Christoph Fasel, seinen Posten wieder ab. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.


Hamburg - Der 48-jährige Fasel scheide auf eigenen Wunsch aus, teilte das Verlagshaus Gruner+Jahr (G+J) heute mit. Fasel habe aus persönlichen Gründen darum gebeten, ihn mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben bei der Journalistenschule zu entbinden.

Zuvor war Fasel in die Kritik geraten: So soll er neben seinem Amt als Leiter der Journalistenschule Public Relations-Arbeit und kommerzielle Aufträge übernommen haben - und nicht genug Zeit für seine Schüler gehabt haben. Fasel wies die Vorwürfe zurück.

Fasel-Vorgängerin Ingrid Kolb wird den Posten nun interimistisch übernehmen. Die 64-jährige war seit 1996 Schulleiterin und hatte ihr Amt zum Jahreswechsel 2005/2006 an Fasel übergeben.

G+J-Vorstand Bernd Buchholz, der auch Vorsitzender des Beirates der Henri-Nannen-Schule ist, kündigte an, dass bald ein neuer Leiter berufen werde. Der Beirat entsprach der Bitte von Fasel den Angaben zufolge mit "großem Bedauern". Die vor über 25 Jahren gegründete Schule wird von G+J und der Wochenzeitung "Die Zeit" getragen.

Fasel war zuvor unter anderem Redakteur und Reporter beim "Stern", Chefredakteur von "Reader's Digest" Deutschland und Österreich sowie Professor für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Medien in Calw.

tim/ddp



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