S.P.O.N. - Der Kritiker Was bleibt, ist Angst

Das ist die bittere Pointe von 9/11: Die US-Amerikaner sind auf die Attentäter hereingefallen. Heftiger als die Anschläge selbst war ihr Nachhall. Das Land ist viel stärker verwundet als zunächst vermutet - Angst wurde Politik.


Als das zweite Flugzeug in den Südturm raste, aß ich Pancakes mit Blaubeeren. Ich war früh aufgewacht, hatte den Fernseher angestellt und CNN gesucht, weil ich das immer mache, wenn ich in den USA ankomme. Ich hatte gesehen, wie die Nachrichtensprecherin etwas überrascht schaute, als ihr jemand durch den Stöpsel in ihrem Ohr sagte, dass wohl in New York etwas passiert sei, sie sagte dann, dass wohl in New York etwas passiert sei, es scheine so, als sei ein kleines Sportflugzeug in den Nordturm des World Trade Centers gekracht. Es waren Bilder des rauchenden Turms zu sehen. Dann schaltete ich den Fernseher aus und ging zum Frühstück, immer noch im Nebel des Jetlags.

Ich sah, wie die Angestellten im Restaurant des Hotels um den Fernseher standen, als ich die Pancakes aß. Ich hörte nicht, was sie sagten, ich merkte, dass da etwas anders war, ich trank meinen Kaffee aus und ging zurück auf mein Zimmer - und die Welt, so würden sie sagen, war nicht mehr wie vorher. Ich saß auf dem Bett und sah, wie der Rauch aufstieg und der zweite Turm fiel. Später fuhr ich doch noch raus nach Hyannis Port, wo die Kennedys ihr Sommerhaus hatten, und der Himmel, der sich über dem Atlantik spannte, war so blau, so schmerzhaft blau, dass er schon zu zerbrechen schien. Seither kann kein Flugzeug mehr durch einen blauen Himmel fliegen, ohne an das Flugzeug von New York zu erinnern.

Aber was genau war geschehen? Zehn Jahre später ist das klarer und unklarer zugleich. Das Ereignis war von Anfang an sein eigenes Echo. Der Donner war lauter als der Einschlag, das Loch war größer als die Häuser, die dort standen. Die Konsequenzen waren dramatischer als die Anschläge, das Land war verwundeter und verunsicherter, als es das selbst für möglich gehalten hätte. Zwei Kriege wurden von George W. Bush begonnen, eine Billion Dollar gaben die USA dafür aus, zwei Billionen Dollar kosteten die Steuergeschenke für die Reichen, macht eine Staats- und Finanzkrise. Al-Qaida, Amerika, zwei boshafte, hasserfüllte Männer hielten ein Jahrzehnt im Griff, das ein verlorenes Jahrzehnt war, in dem sich der Klimawandel als Realität zeigte und der Abstieg des Westens absehbar wurde.

Das Reich der amerikanischen Fiktion zerfällt

Und so ist Angst das, was von 9/11 bleibt. Angst ist aber nicht das, was sich zeigt oder was sich einstellt, wenn man die Bilder betrachtet von der grauen Riesenwolke, die durch die Straßen von Manhattan walzt. Angst ist nicht das, was passierte. Angst ist anders. Angst ist nicht Panik, die aufs reine Überleben gerichtet ist. Angst ist ein älteres, ein stärkeres Gefühl als Trauer, als Mitgefühl, als Vorsicht. Angst ist kein Gefühl, das den Menschen einbettet in Zivilisation. Angst führt uns zu unserem eigenen Erbe, zu dem Punkt vor dem Fortschritt, der uns das Flugzeug gebracht hat und die Türme, die sich somit in gewisser Weise selbst zerstörten, denn egal, wie atavistisch Atta und die anderen Angreifer waren, das Ergebnis ihres Terrors war eben: Terror, das ist die Autopoiesis dieses Anschlags. Angst ist ein Entblättern dessen, was uns ausmacht. Angst wurde Politik. Angst wurde Realität.

Und doch blieb die Angst irreal. Das ist der Widerspruch dieses Anschlags. Von Anfang an haderten der Westen und seine Interpreten damit, dass sie diesen Einbruch in ihr heiles Reich der Fiktionen im Grunde nicht einordnen konnten. Hatte Bin Laden eine größere Fiktion gebaut als der Westen, hatte er die Fiktionen des Westens vernichtet, hatte er sie überhaupt zum Ziel gehabt? Lebten wir wirklich in Fiktionen oder fiel uns das erst nachher ein, weil es immer noch tröstlicher ist, dass jemand unsere Spielburgen zerstört als unsere echten Symbole? Ist die Fiktion nicht nur eine Laune der Postmoderne, sondern ein Schutzmechanismus, den sich der Westen ausgedacht hat, um seinen eigenen Abstieg nicht zu spüren? Jahre sind vergangen, und immer mehr stellt sich diese eine Frage: Was war Amerika? Das ist die bittere Pointe von 9/11: Die Amerikaner fielen auf die Attentäter herein.

Als ich aufwachte, am 12. September 2001, war der Himmel immer noch klar und strahlend. Die Straßen von Cape Cod waren voller Trucks mit amerikanischen Fahnen, die wie wild geworden hin und her fuhren, panisch, wütend, verletzt, bereit zum Angriff. Hatten sie darauf gewartet? Die "New York Times" war ausverkauft. Ich nahm die Fähre nach Nantucket, dort war es ruhig - ruhiger, als es sonst hier ist. Es gab Hummer zu essen, ich fuhr mit dem Rad durch das hohe Gras, das auf sandigem Boden wächst. Irgendwo dort hinten, hieß es, ist die Brücke, wo ein junges Mädchen starb, das mit Edward Kennedy im Auto saß, der leider zu betrunken war. Irgendwo dort draußen ist die Stelle, an der das Flugzeug von John-John ins Meer stürzte, dem Sohn von John F. Kennedy, der die Hand gehoben hatte bei der Beerdigung seines Vaters, zu einem letzten Gruß, heroisch, traurig, einsam. Hohe Felsen, graugrüne Insel.

Die Fähre zurück aufs Festland, sagten sie, würde vielleicht nicht fahren. Sie fuhr dann doch, die letzte Fähre, die die Insel verlassen sollte für ein paar Tage. Bei der Rückkehr nach Boston standen Menschen mit Kerzen wie zum Empfang, an jeder Ecke standen sie, sie trauerten um sich selbst.



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Michael Giertz, 09.09.2011
1. Und dazu hat's 10 Jahre gebraucht, das zu begreifen?
Zitat von sysopDas ist die bittere Pointe von 9/11: Die US-Amerikaner sind auf die Attentäter hereingefallen. Heftiger als die Anschläge selbst war ihr Nachhall. Das Land ist viel stärker verwundet als zunächst vermutet - Angst wurde Politik. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,785184,00.html
Das "Aftermath" vom 9/11-Anschlag ist doch wohl heftiger, als 100 weitere (sehr reale) Terroranschläge. Die größten Angstmacher sind nicht die fundamentalistischen turbantragenden Selbstmordattentäter, sondern die Regierungen der vermeintlich aufgeklärten westliche Welt. Schritt für Schritt hat man mit dem "Krieg gegen den Terror" all das aufgegeben, was um 2000 rum noch eine Selbstverständlichkeit war; Freiheit und (relativer) Frieden. Seit dem Terroranschlag stecken wir in einem permantenen Kriegszustand ... Der Verkauf westlicher Werte hat nichts mit dem Terror zu tun. Das haben unsere Politiker ganz allein getan.
Coroner 09.09.2011
2. Angst wurde und wird bewusst geschürt.
Angst vor weiteren Anschlägen ist das Mittel, mit dem die Regierungen besonders in den USA, aber auch in Westeuropa ihre Bevölkerung gefügig machen. Die (US)-Regierungs-Reaktionen auf diese Anschläge waren weniger darauf ausgelegt, weitere Anschläge zu verhindern, als vielmehr die Angst vor weiteren Anschlägen für eine gewaltige Wende in der Aussen- wie Innenpolitik zu bewerkstelligen. Um erstes zu erreichen hätte man: - Die Fehler im Sicherheitssystem, welche die Anschläge ermöglichten gründlich analysieren müssen. Verantwortliche für das Versagen der US-Luftabwehr ausmachen und versetzen müssen. Stattdessen wurden alle, die an einscheidenden Stellen im US-Apparat versagt hatten befördert. Als ich die Bilder der zusammenbrechenden Türme sah und die Zahl der Opfer bekannt wurde, da war mir klar: Nicht nur die am 11.09.2001 umgekommenen Menschen sind Opfer dieses schrecklichen Terroranschlags. Die Weltmacht wird sich grausam rächen: Es wird Kriege geben, wobei Hunderttausende Menschen ihr Leben verlieren werden. So kam es dann auch. Die Reaktion der USA war vollkommen unangemesen. In Bagram, Abu Grahib und in Guantanamo beging die "Weltmacht des Guten" Verbrechen, welche das moralische Ansehen des Westens in der gesamten Welt zerstörten. Und die übrigen westlichen Regierungen wagten es nicht, sich hiervon deutlich zu distanzieren, sondern unterstützen offen oder verdeckt die zahlreichen Menschrechtsverletzungen der USA (z.B. CIA-Gefangenenflüge zur Folter in "befreundete" Regime). Die Welt ist dadurch nicht sicherer sondern wesentlich unsicherer geworden. Im Namen des "Kriegs gegen den Terror" wurde und wird versucht eine Neue Weltordnung mit militärischer Gewalt herzustellen. Dabei geht es im Kern um den Zugriff auf die verbleibenden globalen Resourcen. Ein weiteres, neueres Drehbuch neokolonialer Kriegführung hierfür heisst: "Befreiung der arabischen Länder". Die Bevölkerung in den westlichen Ländern ist durch die Anschläge in New York, Madrid und London eingeschüchtert, Hat einen Groossteil ihrer Kritikfähigkeit verloren und ist gegenüber ihren Regierungen gefügig geworden. Fast schon in einer Art Agonie erträgt sie alles: Den Verlust bürgerlicher Freiheiten durch staatliche "Antiterrormassnahmen", wie auch eine finanzielle Ausbeutung durch ein die Regierungen manipulierendes weltweit agierendes Finanz-Kartell, das Milliardenschwere Spekulationsverluste skrupellos auf den Steuerzahler abwälzt. Noch vor 25 Jahren wäre dies undenkbar gewesen. Mit unserer Demokratie ist es nicht mehr weit her. Der Souverän, das Volk, wird vielmehr beherrscht, mittels der Verbreitung von Angst und Schrecken. Mit den Türmen des WTC sind auch zentrale Säulen unserer westlichen aufgeklärten freiheitlichen Kultur in Schutt und Asche zerfallen. Und daran sind wir selbst Schuld. Vorbei ist die Zeit der Aufklärung. Das Mittelalter lässt grüssen.
narrensyndrom 09.09.2011
3. Westliche WERTE?
Zitat von Michael GiertzDas "Aftermath" vom 9/11-Anschlag ist doch wohl heftiger, als 100 weitere (sehr reale) Terroranschläge. Die größten Angstmacher sind nicht die fundamentalistischen turbantragenden Selbstmordattentäter, sondern die Regierungen der vermeintlich aufgeklärten westliche Welt. Schritt für Schritt hat man mit dem "Krieg gegen den Terror" all das aufgegeben, was um 2000 rum noch eine Selbstverständlichkeit war; Freiheit und (relativer) Frieden. Seit dem Terroranschlag stecken wir in einem permantenen Kriegszustand ... Der Verkauf westlicher Werte hat nichts mit dem Terror zu tun. Das haben unsere Politiker ganz allein getan.
Wohl wahr, was Sie da meinen. Nur, was sind eigentlich westliche Werte gewesen bis zu dem Zeitpunkt? Ich will da nur ein spezifisches Ereignis aufgreifen, das unsere ganze Welt durchgemischt hat, und dieses Ereignis fand lange vorher statt. 1986 wurde in der Schweiz die erste elektronische Börse - SOFFEX - gegründet, es wurden da bereits Produkte installiert, die heute das Basis-GIFT der Finanzinstrumente liefern - und das auch, weil im Zuge dieser Entwicklung parallel der sogenannte OTC-Markt um "kreative" komplexere Produkte erweitert wurde. Ich will das nicht weiter vertiefen, da ich davon ausgehen muss, dass diese Produktwelt nicht so allgemeinverständlich sein dürfte. Die Derivate-Börse in Deutschland - EUREX - ging daraus hervor. Entscheidend ist aber, dass im Zuge dieser Entwicklung der "amerikanische Manager" als Typ nach Europa kam und dort in der Folgezeit immer mehr in die großen Firmen "einbrach" (...) Die Globalisierung dieser Produkte hat auch damit zu tun, dass europäische Banken in der Folge ihr ureigenes und erfolgreiches Geschäftsmodell aufgegeben haben und sich dem angelsächsischen "RENDITEWAHN" unterwarfen - UND DAS IST SO BIS HEUTE. Dadurch verschwanden nach und nach einst gesunde BANKEN, wie beispielsweise die Dresdner Bank und die Vereinsbank in Deutschland und der BANKVEREIN in der Schweiz (...) Nicht vergessen darf man auch, dass die Börsen überwiegend den BANKEN gehören, und die Berater dort sind meist amerikanische BERATERKONZERNE! Die Folgen für die europäischen Länder und deren Volkswirtschaften sind ja nun hinlänglich bekannt und die POLITIKER waren und sind dabei die "KUMPANEN" der MANAGEMENTS.
albert schulz 09.09.2011
4. Angst ist das völlig falsche Wort.
Die Amerikaner waren schlicht beleidigt, daß es jemand wagte, der besten, schönsten, klügsten und stärksten Nation der Welt was vors Schienbein zu knallen. Verunsicherung würde besser passen, Relativierung. "Wir sind gescheit, wir haben recht, wir bestimmen und werden hofiert" wurde sehr prinzipiell in Frage gestellt. Bushs wilde Schläge auf alles Unbotsame waren die Strafe dafür, nicht logisch, nur Mittel, um das edle Selbstvertrauen zurückzugewinnen, ein ziemlich teures Herumtoben, die Sau rauslassen. Das war kein Zeichen von Angst sondern von grenzenloser Wut. Wenn junge Israelis ihr Land verlassen, dann haben sie Angst, daß die fragile Konstruktion Frieden für ihre Kinder und Kindeskinder sichert. Oder wenn Deutsche FDP wählen in der irrigen Meinung, diese Partei würde ihre Pfründen und Privilegien sichern.
abominog 09.09.2011
5. Kurioses zum Thema
Damals war ich gerade in einem Onlinespiel unterwegs, als es passiert. Das Spiel war ein ordinäres Browsergame namens "Dominion". Wir hatten zufällig eine New Yorkerin in unserer Gilde ihr Nickname war übrigens "Devotion". Ich weiss noch, dass sie etwas ausserhalb vom Big Apple gewohnt hat und ursprünglich aus Südkorea kam. Als ich mich dann ins Game eingeloggt habe, schrie sie im Chat "WATCH CNN, PLEASE WATCH CNN, WORLD WAR 3 HAS HAPPENED!" Diese Worte werde ich niemals vergessen, also habe ich damals schnell CNN eingeschaltet und die ganze Tragödie miterlebt, kurz bevor das zweite Flugzeug den zweiten Tower getroffen hat. Danach habe ich dann auf N24 gezappt und war entsetzt! Als die ersten Menschen aus den Fenstern sprangen, habe ich geweint. Eigentlich seltsam, weil ich normalerweise nicht gerade in der Nähe des Wassers angesiedelt bin aber ich wusste sofort, was das für die Zukunft der Menschheit bedeuten wird. Devotion schrieb die ganze Zeit hektisch und hysterisch weiter, aber ich kann mich kaum noch an ihre anderen Worte erinnern. Ihr englisch (bzw amerikanisch) war ziemlich gewöhnungsbedürftig und man konnte auch so schon kaum verstehen, was sie eigentlich sagen wollte. Sie dachte anfangs es wäre ein Nuklearangriff gewesen, keine Ahnung warum. Ich wohnte damals in Roxel, das ist ein kleiner Stadtteil von Münster in NRW. Die Gaststätte "Ackermann" war Luftlinie weniger als 1 Kilometer von meiner Wohnung entfernt. Erst Jahre später habe ich erfahren (übrigens hier bei SPON), dass ein Sohn der Familie Ackermann während dieses Anschlags ums Leben gekommen ist, weil er sich gerade in einem der Türme aufhielt, als es passierte. Darüber hinaus habe ich später erfahren, dass einer der Terroristen ebenfalls eine Weile in Münster gewohnt hat. Es geht das Gerücht um, dass sich sowohl einer der Täter als auch eines der Opfer persönlich kannten, weil sie in ihrer Jugend (angeblich) mal zusammen in einem Fussballverein gespielt haben. Beide hatten jedoch höchstwahrscheinlich keine Ahnung, dass sie sich später dann auf diese extrem tragische Art und Weise mitten in New York erneut begegnen sollten... Nun, diese Begegnung war ganz offensichtlich eine Begegnung der besonders tragischen Art. Womöglich war einer der Entführer eines Passagierflugzeugs genau derjenige, der dann hinterher in einen der Türme gerast ist, als sich ein Jugendfreund von ihm dort zufällig gerade aufhielt. Warum ich das jetzt alles erzähle? Nun, weil es die Wahrheit ist und weil ich damals sofort wusste, welche Folgen sich daraus ergeben - obwohl ich erst Jahre später durch Zufall erfahren habe, dass ein Opfer in den Türmen quasi in meiner unmittelbaren Nachbarschaft gewohnt hat und einer der Entführer/Täter/Terroristen womöglich ebenfalls. Ich kannte persönlich weder Herrn Ackermann, noch den Terroristen. Ich weiss nur, dass der eine ziemlich wohlhabend und der andere nur ein kleines armes Würstchen war. Herr Ackermann arbeitete in einer Bank in den Twin Towers und war vermutlich auf der Karriereleiter sehr weit oben. Der andere (dessen Namen ich leider nicht kenne) war nur ein prädestinierter kleiner Loser, vermutlich aufgrund seiner Herkunft auf der Karriereleiter sehr weit unten. Schon erstaunlich und irgendwie faszinierend, wenn man sich das alles mal vergegenwärtigt!
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