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26. Juni 2017, 15:26 Uhr

Für Vaterschaftstest

Salvador Dalís Leiche soll exhumiert werden

1989 starb der surrealistische Künstler Salvador Dalí, er wurde in der Krypta seines Museums beigesetzt. Nun hat eine Richterin angeordnet, den Leichnam untersuchen zu lassen: Es geht um eine Vaterschaftsklage.

Fast drei Jahrzehnte nach dem Tod des spanischen Künstlers Salvador Dalí sollen für einen Vaterschaftstest die sterblichen Überreste exhumiert werden. Eine Richterin in Madrid ordnete am Montag die Exhumierung an. Es soll überprüft werden, ob der weltbekannte Künstler der biologische Vater einer Frau aus Katalonien ist.

Pilar Abel, die 1956 geborene Wahrsagerin, klagt gegen den spanischen Staat, dem Dalí bei seinem Tod 1989 alles hinterlassen hat. Ihre Mutter, so Abel, habe oft von der Liebschaft mit dem Künstler im Jahr 1955 gesprochen und ihr gesagt, er sei ihr Vater. "Mir fehlt nur der Schnurrbart", ansonsten sei sie ihm wie aus dem Gesicht geschnitten, findet Abel. Bestünde die Verwandtschaft, müsste ihr wohl ein Teil des Erbes zugesprochen werden.

Die Richterin habe "die Exhumierung des Leichnams des Malers Salvador Dalí angeordnet, damit Proben seiner Überreste entnommen werden können und geprüft werden kann, ob er der biologische Vater einer Frau aus Girona ist", erklärte die Pressestelle des Gerichts. Die Überprüfung der DNA des Leichnams sei nötig, weil es keine anderen biologischen Überreste des Malers gebe. Die richterliche Anordnung könne allerdings angefochten werden. Zu der Frau machte das Gericht abgesehen von ihrem Namen Pilar Abel keine weiteren Angaben.

Salvador Dalís Leichnam wurde auf Wunsch des Künstlers in der Krypta unter der großen Kuppel seines Theater-Museums im katalonischen Figueras beigesetzt. Sein Körper wurde einbalsamiert. Im Testament hatte er festgelegt, dass sein Leichnam mindestens 300 Jahre überdauern müsse.

feb/AFP

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