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Peter O'Toole gestorben: "Lawrence von Arabien" ist tot

Foto: LEE CELANO/ AFP

"Lawrence von Arabien" Oscar-Preisträger Peter O'Toole ist tot

Das Wüstenepos "Lawrence von Arabien" brachte Peter O'Toole Weltruhm. Achtmal war der irische Schauspieler für den Oscar nominiert, 2003 bekam er die Ehren-Auszeichnung. Nun ist er im Alter von 81 Jahren gestorben.

Hamburg - Sieben unterschiedliche Filme, acht Oscar-Nominierungen - trotzdem ging keine der goldenen Statuen an Peter O'Toole. Erst vor etwa zehn Jahren ehrte ihn die Academy endlich mit einem Oscar für sein Lebenswerk. Nun ist der irische Schauspieler, der mit seiner Hauptrolle im Wüstenepos "Lawrence von Arabien" 1962 zu Weltruhm kam, im Alter von 81 Jahren gestorben.

"Peter O'Toole's Familie hat heute den tragischen Tod von Peter bekanntgegeben. Er starb gestern friedlich im Krankenhaus. Er litt schon lange an einer Krankheit", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters aus einem Statement des Agenten.

Geboren wurde O'Toole 1932 vermutlich im irischen Connemara, als Sohn eines Buchmachers. Der Schauspieler selbst erklärte in seiner Autobiographie, dass nicht sicher sei, wo und wann genau er geboren sei, da er eine englische und eine irische Geburtsurkunde mit abweichenden Daten habe. Im Alter von 14 Jahren verließ O'Toole die Schule und schlug sich als Laufbursche durch. Später arbeitete er als Hilfsreporter bei der "Yorkshire Evening News". Als 17-Jähriger legte er in einer Amateurgruppe sein Bühnendebüt ab.

Von da an stand O'Toole auf vielen Theaterbühnen. 1955 spielte er im Bristol Old Vic einen vielbeachteten "Hamlet", zwölf Jahre später war er dann als T.E. Lawrence im Kino zu sehen und bekam seine erste Oscar-Nominierung. Insgesamt spielte er in mehr als 50 Filmen mit. Als Henry II. war er 1965 in "Becket" an der Seite von Richard Burton zu sehen. In Woody Allens "Was gibt's Neues, Pussy" (1965) spielte O'Toole zusammen mit Peter Sellers.

"Immer die Brautjungfer, niemals die Braut"

In den siebziger Jahren brach die Karriere O'Tools, der bekannt war für seinen ausschweifenden Alkoholkonsum, aufgrund von gesundheitlichen Problemen ein. Er musste sich einer Magenoperation unterziehen, das Trinken gab er wenig später auf.

Die Schauspielerei hingegen griff er danach wieder auf. "Ich bin immer noch im Spiel", soll er der Academy geschrieben haben, nachdem er gehört hatte, dass er mit dem Ehrenoscar ausgezeichnet werden sollte. Die Jury solle mit der Verleihung bis zu seinem 80. Geburtstag warten - vielleicht reiche es ja noch für einen "richtigen" Oscar. Schlussendlich akzeptierte er die Ehrung doch schon 2002. Vier Jahre später war er noch einmal regulär im Wettbewerb für seine Rolle in "Venus" - doch auch bei der achten Nominierung klappte es nicht mit dem Sieg. "Immer die Brautjungfer, niemals die Braut", soll sein Kommentar gewesen sein.

Kurz vor seinem 80. Geburtstag verabschiedete sich O'Toole dann endgültig vom Film und der Bühne. "Ich bin nicht mehr mit dem Herzen dabei und das wird sich auch kaum noch ändern", begründete er im Juli 2012 seine Entscheidung.

Der britische Premier David Cameron drückte nach der Nachricht vom Tod des Schauspielers sein Beilied aus. "Seine Performance in meinem Lieblingsfilm, 'Lawrence von Arabien', war beeindruckend", sagte Cameron.

vks/dpa/Reuters
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