Schmidt in der ARD Comeback im "Musikantenstadl für Parallelgesellschaften"

An diese Erscheinung muss man sich erst gewöhnen: Graubärtig, Pfeife rauchend und fülliger als bisher gab Harald Schmidt am Abend sein Comeback in der ARD. "In der vergangenen Woche war keine Sendung - ich hatte noch 52 Wochen alten Urlaub", entschuldigte er seine einjährige Abwesenheit vom Bildschirm.

Köln - Die Rechtfertigung für sein Aussehen nutzte Schmidt für eine ganze Reihe von Gags. "Ich habe ein praktisches Jahr im Ausland gemacht. Ich bin hormonell jetzt so aufgeladen dass ich alle fünf Minuten eine Komplettrasur machen muss". Und: "Alle 52 Bosse bei der ARD haben gesagt - bitte lass die Haare lang, damit Günter Netzer endlich Ruhe hat."

Ansonsten gab es viele Parallelen zur "alten" Harald-Schmidt-Show beim Privatsender Sat1. Ähnliches Studio-Design, Manuel Andrack als "Chef-Dramaturg" der Show, Live-Band im Studio. Neu: Auf Talk-Gäste verzichtet Schmidt im Ersten.

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Comeback im neuen Stil: Harald Schmidt lässt wachsen

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Bei den Gags wandelte Schmidt thematisch zwischen Wladimir Putin und Viva, kratzte die Themen Lkw-Maut und CDU-Personalfragen und analysierte die Homepage des neuen CDU-Generalsekretärs Volker Kauder.

"Die Sendung wird sehr viel ruhiger, integrativer", half Schmidt selbst bei der Einschätzung seiner neuen Show. Sie sei "das Politmagazin mit humoristischem Antlitz, die Arbeiter- und Bauernshow für Besserverdiener - Oder wir können auch sagen: Herzlich Willkommen im Musikantenstadl für Parallelgesellschaften".