Senderwechsel Jauchs Vertrag muss von ARD-Gremien genehmigt werden

Der Vertrag zwischen der ARD und Noch-RTL-Moderator Günther Jauch soll, anders als die Vereinbarung mit Harald Schmidt, von allen Sendergremien abgesegnet werden. Die Werbeaktivitäten des TV-Stars stehen nicht zur Diskussion.


Berlin - Der NDR handele den Vertrag aus und lege ihn dann den Intendanten vor, sagte der künftige ARD-Vorsitzende, der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Fritz Raff, der Nachrichtenagentur ddp in Saarbrücken. An der endgültigen Entscheidung würden dann die Gremien beteiligt sein.

Moderator Jauch: Händchen für lukrative Verträge
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Moderator Jauch: Händchen für lukrative Verträge

Raff unterstrich zugleich, der Inhalt des Vertrages werde nicht öffentlich gemacht: "Unsere Vertragspartner haben einen Anspruch auf Vertrauensschutz. Sonst kann es passieren, dass am Ende niemand mehr mit uns verhandelt, weil die Inhalte nachher öffentlich werden." Bei der umstrittenen Frage, ob Jauch neben der Moderation einer ARD-Politiktalkshow noch Werbung machen dürfe, versicherte Raff, dass es "keine Probleme geben" werde.

Schmidt war im Januar 2005 von Sat.1 zur ARD gegangen. Den Vertrag mit dem TV-Entertainer hatte seinerzeit allerdings die ARD-Filmhandelstochter Degeto geschlossen - und damit den Verwaltungsrat umgangen. WDR-Intendant Fritz Pleitgen hatte nach interner Kritik zugesichert, dass dieses Vertragsverfahren eine Ausnahme bleiben soll.

Raff tritt am 1. Januar den ARD-Vorsitz zunächst für zwei Jahre an. Er folgt damit turnusmäßig auf Thomas Gruber, der als Intendant des Bayerischen Rundfunks dem Senderverbund zwei Jahre vorstand.

dan/ddp



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