"Sagen, was ist"-Podcast "An dem Abend bricht das System Relotius zusammen"

Ein Musterkollege, bescheiden, talentiert: Viele Kollegen vertrauten Claas Relotius - auch Ullrich Fichtner, der sein Chef war. Im SPIEGEL-Podcast "Sagen, was ist" schildert er, wie die Fälschungen ans Licht kamen und wie es weitergeht. Die Sonderfolge hier gratis.

ALEXANDER BECHER/EPA-EFE/REX

Der SPIEGEL-Podcast "Sagen, was ist" blickt jede Woche neu auf die Welt und das, was sie bewegt. Immer donnerstags erscheint eine neue Folge, exklusiv im Web auf der Seite des Hörbuch- und Hörspiele-Spezialisten Audible und in den Audible-Apps für iOS, Androidund Windows. Die aktuelle Folge gibt es nun auch für Nicht-Audible-Kunden zum Gratishören bei YouTube. Moderiert wird der Podcast von Christina Pohl, Reporterin bei SPIEGEL TV, und Olaf Heuser, Multimediaredakteur beim SPIEGEL.

Christina Pohl und Olaf Heuser
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modemhamster 21.12.2018
1. Wilhelm Busch sagt...
Die Selbstkritik hat viel für sich. Gesetzt den Fall, ich tadle mich, So hab' ich erstens den Gewinn, Daß ich so hübsch bescheiden bin; Zum zweiten denken sich die Leut, Der Mann ist lauter Redlichkeit; Auch schnapp' ich drittens diesen Bissen Vorweg den andern Kritiküssen; Und viertens hoff' ich außerdem Auf Widerspruch, der mir genehm. So kommt es denn zuletzt heraus, Daß ich ein ganz famoses Haus.
hileute 21.12.2018
2. Mal ehrlich
dieser jämmerliche Betrüger wurde gefeuert, damit ist die Sache auch erledigt. Wenn ich hier so was sehe oder gestern sämtliche Artikel von ihm verlinkt und supportet werden frag ich mich schon sehr ob das der sinnvollste weg ist damit umzugehen oder ob er sich feiert das seine erlogenen Artikel jetzt erst Recht gelesen werden.
keine-#-ahnung 21.12.2018
3. "damit ist die Sache auch erledigt"
Zitat von hileutedieser jämmerliche Betrüger wurde gefeuert, damit ist die Sache auch erledigt. Wenn ich hier so was sehe oder gestern sämtliche Artikel von ihm verlinkt und supportet werden frag ich mich schon sehr ob das der sinnvollste weg ist damit umzugehen oder ob er sich feiert das seine erlogenen Artikel jetzt erst Recht gelesen werden.
Die "Sache" ist damit noch lange nicht "erledigt". Diese "Sache" ist ein Fanal höchster Wichtigkeit. Es ist die "Sache" des SPIEGEL-Verlages zu beweisen, ob es sich um eine "Sache Relotius" oder eine "Sache SPIEGEL" gehandelt hat. Da ist von einem eh schon massiv angeschlagenen Vertrauen von nicht ganz kleinen Teilen unserer Zivilgesellschaft in eine die politische Presse das letzte Stück auch noch zerbrochen - ein Schaden für die Demokratie an sich. Diese "Sache" ist von grösserer Bedeutung für das gesellschaftliche Zusammenleben in diesem Land als es Kujaus Hitlertagebücher je waren ...
steingärtner 21.12.2018
4. So viele schöne Worte
Jetzt muss sich davon nur noch etwas im redaktionellen Teil wiederfinden. Die Einstufung von Relotius als "genialer Einzeltäter" lässt nicht gerade Zuversicht aufkommen, dass das grundlegende Problem beim Spiegel angegangen wird. Außerdem hilft dem Spiegel alles nichts, so lange ihr nicht begreift, dass man Lesern, die im Forum schreiben, nicht mit solcher Verachtung begegnet wie derzeit. Sagt warum etwas NICHT freigegeben wird, oder gebt es frei. Andere schaffen das auch.
Steffen Gerlach 21.12.2018
5. Tja,
Herr Fichtner erklärt den Fall Relotius einmal mehr zum Einzelfall, wie schon all die anderen SPON-Artikel zum Thema, und in dieser Schwere ist er das bestimmt auch. Aber bezieht die Aussage auch den weniger extremen Bereich ein? Haben andere Kollegen ihre Reportagen und Interviews mit fiktiven Elementen zumindest ausgeschmückt, abgerundet und eingefärbt? Der SPIEGEL hat sich jahrelang aufs Ärgste täuschen lassen, also wären maßvollere Schwindeleien vermutlich komplett unter dem Radar geblieben. Ein direktes empörtes Nein als Antwort müsste sich nach seiner Grundlage fragen lassen. Sehen wir es ganz nüchtern mathematisch: Dass ein Extremfall allein daher kommt, ist theoretisch möglich, wäre aber außergewöhnlich. Typischerweise gibt es viel mehr moderate als extreme Fälle. Auf jeden Mörder kommen 100 Diebe und auf jeden Dieb wiederum 1000, die bei der Steuer betrügen. Deshalb ist für mich die wichtigste Frage, die sich nach all dem stellt: Wie verbreitet ist beim SPIEGEL und allgemein in der deutschen Presse die Methode, Artikel mit fiktiven Elementen anzureichern? Vielleicht gibt es niemanden, der das weiß, aber auch in diesem Fall könnte man wenigstens versuchen, es herauszufinden.
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