Einigung mit Chefredaktion "Stern" führt Frauenquote ein

Der "Stern" will in den kommenden Jahren jede zweite Führungsposition mit einer Frau besetzen. Auf diese Zielsetzung hat sich die Redaktion geeinigt. Einen Zeitrahmen für die Erfüllung dieser 50-Prozent-Quote nannte das Magazin jedoch nicht.
Der "Stern" will den Frauenanteil in Führungspositionen erhöhen

Der "Stern" will den Frauenanteil in Führungspositionen erhöhen

Foto: dapd

Hamburg - Der "Stern" will weiblicher werden. In den nächsten Jahren soll der Frauenanteil in Führungspositionen in der Redaktion auf 50 Prozent erhöht werden. Eine entsprechende Zielvereinbarung sei auf einer Vollversammlung der Redaktion mehrheitlich verabschiedet worden, teilte das Magazin am Donnerstag mit.

Um das ausgegebene Ziel zu erreichen, sollen bei der Endauswahl für Führungspositionen künftig mindestens 30 Prozent Frauen berücksichtigt werden. Ein Mentoring-Programm soll es weiblichen Nachwuchskräften ermöglichen, sich für Führungspositionen zu qualifizieren.

Derzeit sind nach Angaben des Blattes 30 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt - "jedoch kaum in Bereichen, in denen maßgeblich über journalistische Inhalte entschieden wird". Das mit den "Stern"-Chefredakteuren Thomas Osterkorn und Andreas Petzold ausgehandelte Abkommen soll dies nun ändern. Petzold nannte die Einigung eine "fortschrittliche Vereinbarung". Einen konkreten Zeitplan, der vorgibt, bis wann die Zielsetzung erfüllt werden soll, nannte das Magazin jedoch nicht.

syd/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.