Hitlergruß Strafbefehl gegen Jonathan Meese beantragt

Er provoziert gern mit Runen und Hakenkreuzen, nun drohen Jonathan Meese Konsequenzen für seinen Umgang mit Nazi-Symbolen: Die Staatsanwaltschaft Hessen hat Strafbefehl gegen den Berliner Künstler beantragt, weil er öffentlich die Hand zum Hitlergruß hob.
Künstler Meese: "Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen"

Künstler Meese: "Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen"

Foto: Uwe Zucchi/ dpa

Hamburg/Kassel - Er war zu einem SPIEGEL-Gespräch zum Thema "Größenwahn in der Kunst" nach Kassel gekommen und hatte darüber gesprochen, für welche Dinge im Leben er einstehe. Jonathan Meese forderte die "Diktatur der Kunst" und um seine Forderung zu unterstreichen, streckte er den rechten Arm in die Höhe und machte den Hitlergruß . Ein Jahr ist das jetzt her. Nun hat die Staatsanwaltschaft für diese verbotene Geste Strafbefehl gegen den Berliner Künstler beantragt und einen Hauptverhandlungstermin für Mitte Juli festgelegt.

Ob sich der 43-Jährige vor Gericht in Kassel verantworten müsse, sei noch nicht klar, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Hessen am Montag. Die SPIEGEL-Redakteurinnen Ulrike Knöfel und Marianne Wellershoff, die das Gespräch geführt haben, haben bereits eine Ladung als Zeuginnen für den Prozess am 18. Juli erhalten.

Der Strafbefehl gegen Meese sei ergangen, weil er "Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" verwendet habe, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft weiter.

kha/dpa
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