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Kulturstädte-Ranking: Die Top fünf in Deutschland

Foto: Bernd Weissbrod/ dpa

Ranking Schwabenstädtle ist Kulturmetropole Nummer eins

Kann man Kultur messen? Die Qualität nicht, die Quantität schon. Das befindet zumindest eine aktuelle Studie - und krönt die Schwabenmetropole Stuttgart zu Deutschlands Kulturstadt Nummer eins.

Hamburg/Stuttgart - Die Stuttgarter lieben die Kultur in ihrer Stadt - und bekommen den Beweis dafür jetzt schwarz auf weiß. Eine aktuelle Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) vergleicht das Kulturklima in dreißig deutschen Metropolen und kommt zu dem Ergebnis, dass die baden-württembergische Landeshauptstadt mit dem reichhaltigsten Angebot der Bundesrepublik aufwarten kann.

Deutschlands Kulturmetropole Nummer eins - so darf sich die Schwabenmetropole der Untersuchung zufolge jetzt nennen. Die Studie lobt die Stadt beispielsweise dafür, dass sie stark in die Bibliotheken investiert habe und dass es den Theatern und Museen gelinge, so viele Besucher anzulocken.

Auf Stuttgart folgen in der Rangliste Dresden, München, Berlin und Bonn auf den Plätzen zwei bis fünf. Hamburg landet noch knapp in den Top-Ten auf Platz neun. Die früheren Industriestädte Gelsenkirchen, Duisburg und Wuppertal sind dagegen weit abgeschlagen. Die Hauptstadt Berlin zieht mit ihrer kulturellen Strahlkraft die meisten Künstler an - 33.000 an der Zahl -, auch die Kulturwirtschaft weist hier mit rund 50.000 Arbeitnehmern die meisten Beschäftigten auf.

Das komplette Ranking im Überblick

Die Werte in dem Ranking beziehen sich auf folgende Indikatoren: die öffentlichen Kulturausgaben, die Fördermittel der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, die Ausgaben öffentlicher Bibliotheken, das Sitzplatzangebot in Opern, Theatern und Kinos je 1000 Einwohner, die Anzahl der Beschäftigten in der Kulturwirtschaft, die Künstlerdichte je 1000 Einwohner, die Anzahl der Schüler und Studierenden an öffentlichen Musikschulen, die Museumsbesuche je Einwohner, die Zahl der aktiven Bibliotheksnutzer und Theaterbesucher, die Anzahl der Gästeankünfte sowie die Umsätze der Kulturwirtschaft je Einwohner. Quelle: HWWI/Berenberg

Die Werte in dem Ranking beziehen sich auf folgende Indikatoren: die öffentlichen Kulturausgaben, die Fördermittel der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, die Ausgaben öffentlicher Bibliotheken, das Sitzplatzangebot in Opern, Theatern und Kinos je 1000 Einwohner, die Anzahl der Beschäftigten in der Kulturwirtschaft, die Künstlerdichte je 1000 Einwohner, die Anzahl der Schüler und Studierenden an öffentlichen Musikschulen, die Museumsbesuche je Einwohner, die Zahl der aktiven Bibliotheksnutzer und Theaterbesucher, die Anzahl der Gästeankünfte sowie die Umsätze der Kulturwirtschaft je Einwohner.

Quelle: HWWI/Berenberg

Foto: SPIEGEL ONLINE

Die am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung  gewichtet sowohl Aspekte der Kulturproduktion als auch die der Kulturrezeption. Über die Qualität der kulturellen Angebote wird darin hingegen nicht geurteilt.

Für die Kulturproduktion berücksichtigten die Forscher die Bedingungen, unter denen Kunst und Kultur in einer Stadt entstehen: Wie gut ist die Infrastruktur für Opern und Theater? Welche Möglichkeiten gibt es, sich kulturell zu bilden? Wie viele Menschen sind in der Kulturwirtschaft beschäftigt?

Für den Bereich Kulturrezeption untersuchten sie, wie gut die Menschen das Kulturangebot in einer Stadt wahrnehmen. Etwa: Wie viele Eintrittskarten verkaufen Theater und Museen? Wie groß ist die Anziehungskraft des kulturellen Angebots für Touristen? Die Studie des HWWI im Auftrag der Berenberg Bank kommt zu dem erwartbaren Ergebnis, dass die Kulturrezeption dort am höchsten ist, wo die Menschen ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau haben.

bos/dpa
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