Chefredakteurin Ines Pohl verlässt die "taz"

Weg von der "taz", hin zur Deutschen Welle: Ines Pohl, seit 2009 Chefredakteurin der "Tageszeitung" in Berlin, wechselt zum Ende des Jahres ins Studio Washington des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders.
Wechsel nach Washington: Ines Pohl, bisher "taz"-Chefredakteurin

Wechsel nach Washington: Ines Pohl, bisher "taz"-Chefredakteurin

Foto: Thomas Kienzle/ picture alliance / dpa

Im Impressum der "taz" stand sie schon seit dem 1. Juli nicht mehr als Verantwortliche im Sinne des Pressegesetzes, nun ist es offiziell: Ines Pohl ist von dem Posten als Chefredakteurin der überregionalen Tageszeitung zurückgetreten. Sie leitete das in Berlin erscheinende Blatt knapp sechs Jahre lang.

Eine neue Stelle hat die 1967 geborene Journalistin auch schon: Pohl wechselt zur Deutschen Welle (DW), sie werde Ende Dezember das DW-Studio in Washington verstärken, meldet der Sender auf seiner Website .

DW-Programmdirektorin Gerda Meuer sagte, Pohls Arbeit stehe "für die Werte, die den Journalismus in der Deutschen Welle ausmachen". Sie werde die USA-Berichterstattung "gerade im kommenden Wahlkampf stärken". Auch Intendant Peter Limbourg verkündete seine Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit Ines Pohl.

Pohl selbst ließ sich mit den Worten zitieren, es gebe in Deutschland "natürlich (...) keine andere Zeitung, für die ich lieber arbeiten würde, als für die 'taz'". Es sei aber nun Zeit für etwas Neues.

Ihr alter Arbeitgeber, die "taz", wünschte Ines Pohl über den offiziellen Twitterkanal "alles Gute" . Dennoch ist aus dem Umfeld der Redaktion zu hören, dass mancher am Freitagabend bei der Präsentation des "taz"-eigenen Biers "Panter Bräu"  im Café in der Berliner Rudi-Dutschke-Straße auf ihren Wechsel anstoßen werde.

Die Redaktion leitet momentan Andreas Rüttenauer, seit April 2014 Co-Chefredakteur der "taz". Ob Rüttenauer zukünftig wieder Teil einer Doppelspitze sein wird, ist noch offen. Der nach dem Redaktionsstatut zuständige Vorstand "war über diesen Schritt informiert und wird seiner Verantwortung nachkommen", heißt es im "taz"-Hausblog .

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