TV-Start von "Doctor's Diary" Gute Quoten für die Kittel

Die neue Ärzteserie "Doctor's Diary" war für viele Zuschauer die beste Medizin gegen den EM-freien Montagabend: Der RTL-Achtteiler erreichte mit seiner Auftaktfolge 2,7 Millionen Menschen. Jack Bauer hatte mit "24" dagegen keine Chance.


Hamburg - Vielleicht ist sie ja tatsächlich ein Heilmittel gegen die deutsche Serienkrankheit: Die neue RTL-Krankenhausserie "Doctor's Diary - Männer sind die beste Medizin" legte am ersten spielfreien Tag der EM mit einer Doppelfolge einen ordentlichen Start hin.

Laut RTL sahen am Montagabend 2,72 Millionen Zuschauer die Auftaktfolge um 20.15 Uhr. Das entspricht einem Marktanteil von rund 10,1 Prozent. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil sogar bei 16,3 Prozent (1,78 Millionen Zuschauer). Bei der zweiten Folge stieg die Gesamtzahl der Zuschauer auf 3,14 Millionen Zuschauer (11,4 Prozent Marktanteil), wobei 2,17 Millionen Zuschauer im Alter von 14 bis 49 Jahren zuschauten (18 Prozent Marktanteil).

Der an "Bridget Jones" und "Grey's Anatomy" angelehnte Achtteiler "Doctor's Diary" handelt von einer jungen Krankenhausärztin in Liebesnöten. Selbst wenn die Serie inhaltlich nur bedingt überzeugen kann, erfüllte sie jedoch die im Vorfeld gesteckten Quotenerwartungen: RTL-Fiction-Chefin Barbara Thielen hatte rund 16 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum angepeilt. Ein RTL-Sprecher bezeichnete das Ergebnis vom Montagabend als einen Erfolg. Zumindest im Vergleich zur eingestellten RTL-Serie "Die Anwälte" mit Kai Wiesinger stimmt das auch. Der Kölner Sender zog im Januar nach bereits einer Folge den Stecker - ein Marktanteil von 10,8 Prozent beim jungen Publikum war nicht genug.

Zeitgleich zu "Doctor's Diary" gab die ProSieben-Serie "Moonlight" ihren Einstand. Die amerikanische Vampirserie erreichte 2,16 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 7,9 Prozent entspricht. In der werberelevanten Zielgruppe war der Anteil mit 15,3 Prozent allerdings fast doppelt so hoch. Die erste Folge der neuen Staffel des amerikanischen Echtzeitthrillers "24" verfolgten dagegen nur 1,1 Millionen Menschen, ein Anteil von 5,2 Prozent.

Besser liefen die Abendsendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: Der ZDF-Krimi "Das Geheimnis im Moor" hatte 4,11 Millionen Zuschauer, die ARD-Serie "Der Winzerkönig" fand ein Publikum von 3,77 Millionen Menschen.

pha/dpa/ddp



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