TV-Unterhaltung "Alle haben die Hosen voll"

Die Zukunft seines Senders ist unsicher, in seiner Show bietet er ihn gerade zum Verkauf an. Wer schließlich neuer Eigentümer von ProSiebenSat.1 werde, so Entertainer Stefan Raab im Interview, sei ihm ziemlich wurscht. Nur mit der "BILD-Zeitung" will er keinesfalls zusammenarbeiten.

Hamburg - Für TV-Entertainer Stefan Raab ist das deutsche Fernsehen derzeit von "Mutlosigkeit" geprägt. Die Sender fürchteten Flops, würden kaum Neues ausprobieren und stattdessen auf Bewährtes setzen. "Alle haben die Hosen voll", sagte er im SPIEGEL- Gespräch. Auch das ZDF kopiere ihn "bereits fleißig", so Raab weiter.

Zum "Verkaufstheater" um seinen Heimatsender ProSieben äußerte sich Raab gelassen. Es sei ihm "relativ wurscht", wer neuer Eigentümer werde. Mit der Boulevardzeitung "Bild" würde er im Falle einer Übernahme des Senders durch die Axel Springer AG jedoch nicht zusammenarbeiten wollen: "Sollte man mich dann zu einer netten 'Bild'-Homestory nötigen wollen, würde ich gehen."

Einen Wechsel zu einem öffentlich-rechtlichen Sender kann sich Raab aber ebenso wenig vorstellen, denn beim Privatfernsehen genieße er sehr viel mehr Freiheiten. Seit sein Kollege Harald Schmidt für die ARD arbeite, gliche dessen Show "Betreutem Moderieren".

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