Verlage Gruner + Jahr erwägt Kurzarbeit

Die Finanzkrise zwingt selbst Traditionsverlage zur Neueinschätzung der Lage. Bei Gruner + Jahr wird Kurzarbeit seit neuestem nicht mehr kategorisch ausgeschlossen.


Hamburg - Von einer "negativen Geschäftsentwicklung" spricht G+J-Pressesprecher Kurt Otto in einer Mitteilung an SPIEGEL ONLINE. Damit sind jene Einbrüche im Anzeigengeschäft und die wenig rosigen Prognosen für das Gesamtjahr 2009 gemeint, mit denen die meisten Medienhäuser in Deutschland zu kämpfen haben.

Am Baumwall, dem Sitz des Hamburger Traditionsverlags ("Stern", "Brigitte"), schließt man deshalb neue Wege der Kostenreduzierung nicht mehr kategorisch aus.

"Es gibt aktuell keine konkreten Pläne oder Beschlüsse zu etwaiger Kurzarbeit", so Otto zu SPIEGEL ONLINE. "Gleichwohl ist es vor dem Hintergrund der weiterhin negativen Geschäftsentwicklung nachvollziehbar, auch solche Themen prinzipiell und ergebnisoffen zu prüfen. Hierzu laufen aktuell erste Sondierungsgespräche mit dem Konzernbetriebsrat."

Kurzarbeit könnte Schule machen bei deutschen Medienunternehmen. Zuletzt hatte die Axel Springer AG für ihre Münchner Wirtschaftstitel Kurzarbeit angemeldet.

Auch der Hamburger Jahreszeitenverlag ("Für Sie", "Merian") plant Kurzarbeit.

dan



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