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Giorgio Hollywood

aus DER SPIEGEL 32/1990

Seit Richard Gere vor zehn Jahren als »American Gigolo« in seinen diskret-eleganten Outfits auf den kalifornischen Luxus-Strich ging, haben sich die Schönen und Reichen von Hollywood immer heftiger in Giorgio Armani verliebt: Der silberhaarige Mailänder Mode-Designer zählt nicht nur Stars wie Dennis Hopper, Tom Cruise und John Malkovich zu seinen Kunden - ganz Beverly Hills ein einziger Emporio Armani -, sondern entwarf auch die Kostüme für Brian De Palmas Gangster-Epos »The Untouchables« und andere Filme. Und was dem Kollegen Yohji Yamamoto durch Wim Wenders widerfuhr, ließ sich Armani jetzt von Martin Scorsese maßschneidern: die Inthronisation des Couturiers als Künstler, des Schneiders als Star. Scorsese ("Taxi Driver«, »Raging Bull") hat einen 30 Minuten langen Dokumentarfilm über Armani gedreht, der im September in Venedig uraufgeführt werden soll. Und damit ihm mißgünstige Kritiker nicht vorwerfen können, es sei wieder mal nur um Gratis-Klamotten gegangen, schickt Scorsese auch seinen neuen Kino-Film »Good Fellas« zur Biennale.

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