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COMPUTERMUSIK Gipfel des Elektroschocks

aus DER SPIEGEL 35/2000

Schon merkwürdig, diese Titel: »Eikasia« und »Kol Ha Torr« heißen die Stücke, »Phonurgie«, »... letzte Gebärde offener Münder« oder »Auf den Wellen eines Meeres von Beziehungen«. Ob die Werke so schnörkeligspleenig klingen wie ihre Titel, wird sich diese Woche in Berlin herausstellen: Dort treffen sich an die 500 Musiker, Künstler und Wissenschaftler zur ICMC 2000, der International Computer Music Conference. In Vorträgen, Workshops und 20 Konzerten, bei denen 70 (von mehr als 600 eingereichten) Kompositionen dargeboten werden, will sich der Elektroniker-Gipfel »mit allen Fragen moderner Computermusik« befassen und Machern wie Hörern »von der Akustik und digitalen Signalverarbeitung bis hin zu algorithmischen Kompositionsmethoden« Aufklärung verschaffen. Synchron zur ICMC, die 1974 in den USA als Spielwiese tüftelnder Außenseiter anfing und heute als globales Experimentierfeld angesehen ist, findet in Berlin die Off-ICMC statt. Motto: »Die Laptop-Virtuosen.«

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