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Göring produziert »Hitlers Sohn«

aus DER SPIEGEL 21/1978

Burkhard Driest, Autor des Knast-Reports »Die Verrohung des Franz Blum«, will mit einem makabren Filmjux beweisen, daß »die Deutschen auch über sich selber lachen können«. »Hitlers Sohn« heißt die Komödie, Driest hat das Drehbuch geschrieben, der US-Schauspieler Bud Cort spielt den Titelpart. Mit dem vermeintlichen Führer-Filius, der kürzlich unter dem Namen Jean Loret in Frankreich aufgespürt wurde, hat Driests Held allerdings nichts zu tun. Sein Willi Hitler, vom Gröfaz mit Eva Braun gezeugt, ist ein naiver bayrischer Holzschnitzer. Ein aufstrebender Neo-Nazi (Peter Cushing), der für seine Faschisten-Sekte dringend eine Galionsfigur sucht, holt ihn aus dem Hinterwald -- die großangelegte PR-Kampagne endet mit einem Desaster. Der Amerikaner Rod Amateau inszenierte die NS-Burleske, Produzent ist der Münchner Gerd Göring. Ob der Film wohl mit dem Vorspann »Göring presents Hitlers Son« ins internationale Kino kommt?

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