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MUSEEN Götter aus dem Versteck

aus DER SPIEGEL 45/2000

Kein Flächenstaat kann mit der Kunst-pro-Kopf-Quote des Minilandes Liechtenstein (32 000 Einwohner) konkurrieren. Von seinem größten Kunstschatz war bislang allerdings nicht viel zu sehen. Die 1300 Bilder, darunter ein Rubens-Konvolut von Weltrang, gehören dem Fürstenhaus. 1945 hatte es sie aus Wien diskret in die Residenz Vaduz verbracht und seither nur sporadisch Teile davon ausgestellt. Das ändert sich: Ein neues »Kunstmuseum Liechtenstein«, das kommenden Sonntag eröffnet wird, bietet zumindest einer wechselnden Sammlungsauswahl auf Dauer einen Schauplatz. Es vereint die Herrschaftsleihgaben mit Bürgerschenkungen und staatlichen Ankäufen, speziell Skulpturen des 20. Jahrhunderts. Der kubische Betonbau ist von einer privaten Stiftung finanziert worden, den laufenden Betrieb trägt die Landesregierung. Zum Start illustrieren rund 60 Bilder aus fürstlichen Beständen, darunter ein 1995 für 8,5 Millionen Mark ersteigerter »Amor mit Seifenblase« von Rembrandt, den Schau-Titel »Götter wandelten einst ...«

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