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LITERATURPREISE Großer Atem, großes Geld

aus DER SPIEGEL 7/1999

Der Bertelsmann-Buchclub wird in diesem Jahr erstmals einen neuen Literaturpreis ausschreiben: den »Großen Romanpreis«, dotiert mit 250 000 Mark. Das ist - neben dem Joseph-Breitbach-Preis in gleicher Höhe - die größte Literaturpreissumme, die in Deutschland derzeit zu erzielen ist: Die anderen mehr als 200 literarischen Auszeichnungen bewegen sich zwischen 5000 (Förderpreis Ruhrgebiet) und 60 000 Mark (Georg-Büchner-Preis). »Der Club« möchte so dem Mangel an guter deutscher Unterhaltungsliteratur begegnen. Warum sollen Bestseller nur aus dem Ausland kommen? »Wir sind davon überzeugt, daß es auch in Deutschland genügend schriftstellerische Talente gibt, die uns Geschichten aus dem vielfältig bunten Leben der Gegenwart erzählen können«, heißt es aus der Clubzentrale in Rheda. Gesucht werden also nicht die bei deutschen Literaturjurys beliebten avantgardistischen Nischenprodukte, sondern »Geschichten, die wir lesen wollen, weil sie mit großem Atem von uns selbst und unserer Welt sprechen«. Ob die bis zum 31. Oktober dieses Jahres auf den Weg kommen? Dann nämlich sollen die Manuskripte in Rheda vorliegen. Die Jury besteht aus dem zukünftigen Club-Verleger Lothar Wekel, einigen Kritikern und den Autoren Amelie Fried, Tanja Kinkel, Sibylle Knauss und Robert Schneider.

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