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Hamburger Kunst-Überleben

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aus DER SPIEGEL 12/1988

Kunst in Hamburg? »Das Unerwartete überrascht am meisten«, so steht es tatsächlich im Katalog der Kunstmesse »Forum«, die von Donnerstag dieser Woche an bis Montag in der Hansestadt Station macht. Was der örtliche Kulturetat nicht hergibt, fließt den Hamburgern als Kommerzunternehmen zu: eine Auswahl »neuester Werke« von 100 Künstlern, von 100 Galerien präsentiert. Die Festlegung auf aktuelle »One-Man-Shows« hebt die Veranstaltung von den hinlänglich zahlreichen anderen Märkten ab. »Forum«, bisher dreimal mit einigem Erfolg in Zürich ausprobiert und nun erstmals anderswo abgehalten, hat neben 34 deutschen (aber kaum rheinischen) Galerien beispielsweise 22 italienische und 8 amerikansiche Teilnehmer aufzuweisen, darunter fraglos wichtige. In Hamburg kann die Sache nur belebend wirken, zumal mit einem Parallelprogramm, etwa von Konzeptkunst-Großphotos auf dem Rathausmarkt, einem multimedialen »Kunstkongreß« beim Kunstverein und einer privat gesponserten US-Aktualitätenschau um Leben und Überleben ("Alive/Survive") auf dem Kampnagel-Gelände.

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