Ausgezeichnet mit dem Deutschen Theaterpreis für sein Lebenswerk Hans Neuenfels ist tot

Er war Regisseur, Autor und Filmemacher – nun ist Hans Neuenfels in Berlin gestorben: Die große Gestalt der deutschen Theater- und Opernbühnen wurde 80 Jahre alt.
Hans Neuenfels im Jahr 2014 in Wien

Hans Neuenfels im Jahr 2014 in Wien

Foto: Herbert Neubauer / APA / picture alliance / dpa

Der renommierte Theater- und Opernregisseur Hans Neuenfels ist tot. Er starb am Sonntagabend im Alter von 80 Jahren in Berlin, wie seine Familie am Montag über einen Anwalt mitteilte.

Der in Krefeld geborene Regisseur hatte seine Schauspiel- und Regieausbildung in Wien begonnen und dort seit Mitte der Sechzigerjahre inszeniert. Er arbeitete unter anderem am Theater Heidelberg, dem Stuttgarter Staatstheater und dem Schauspiel Frankfurt. Ende der Achtzigerjahre war er Intendant der Freien Volksbühne in Berlin.

Bekannt wurde Neuenfels auch als Opernregisseur mit Inszenierungen etwa von Verdi- und Mozart-Opern in Frankfurt, Berlin, Bayreuth und Wien. 2005 und 2008 wurde er als Opernregisseur des Jahres ausgezeichnet, 2016 erhielt er den Deutschen Theaterpreis »Faust« für sein Lebenswerk. Neben seiner Theaterarbeit drehte er Filme über Dichter wie Kleist und Robert Musil.

Neuenfels war mit der Wiener Schauspielerin Elisabeth Trissenaar verheiratet. Das Paar lebte in Berlin und hat einen Sohn, den Kameramann Benedict Neuenfels, der mehrfach mit dem Deutschen Kamerapreis und 2019 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde.

kae/dpa
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