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Henning Venskes »Medienschicksal«

aus DER SPIEGEL 44/1979

Daß Satire in Fernsehen und Rundfunk einen schweren Stand hat, läßt sich nicht nur am ZDF-Schicksal von Dieter Hildebrandts »Notizen aus der Provinz« erkennen. Auch der Satiriker Henning Venske, vornehmlich bei ARD-Anstalten beschäftigt, hat im Laufe der Jahre »Satire-Feindlichkeit« en masse zu spüren bekommen. Die Anlässe für die zahlreichen Konflikte, die teilweise zu Arbeitsverboten führten, sind nebst schriftlichen Stellungnahmen von Fernsehverantwortlichen nun nachzulesen: »Das versendet sich oder Gesammelte Fettnäpfe« heißt ein Buch, das jetzt im Kölner Satire-Verlag erschienen ist (188 S.; 22,50 Mark). Der Band enthält vornehmlich Venske-Satiren zur Medienwirklichkeit der Bundesrepublik: Seine Wut über die Bürokratie in Fernsehanstalten; sein Erstaunen über das, was als »Unterhaltung« gilt und was nicht; seine schlitzohrige Bewerbung um den Intendantenposten beim NDR; Parodien auf die »Ausgewogenheit«. Untertitel des Bandes: »Ein deutsches Medienschicksal«.

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