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NEU IN DEUTSCHLAND Hermann Kester: »Der Geist der Unruhe«.

aus DER SPIEGEL 24/1960

Die provozierenden, mitunter fragwürdigen Zeitungsartikel des trotz seiner sechzig Jahre jünglingshaft temperamentvollen Remigranten Kesten haben mehr Aufsehen erregt als seine Nachkriegsromane. In der vorgelegten Sammlung »literarischer Streifzüge« predigt der streitbare Nürnberger, der seine Thesen nur sparsam begründet, über die Mission des Schriftstellers in Vergangenheit und Gegenwart, rühmt die deutsche Exil-Literatur und attackiert Neofaschisten wie Kommunisten, wo immer er welche entdeckt zu haben glaubt. Überraschende Bonmots, effektvolle Wortkaskaden und überspitzte Antithesen können nicht darüber hinwegtäuschen, daß es sich um gewiß anregende, teilweise jedoch peinlich eilige Gelegenheitsarbeiten eines verdienstvollen Autors handelt. (Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln; 348 Seiten; 15,80 Mark.)

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