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Höfisches Leben bei den Hohenzollern Gruppensex im Grunewald

Orgien, blutige Duelle und absurde Ehrenkodizes: Ende des 19. Jahrhunderts wirkte der Hofstaat Wilhelms II. bisweilen verblüffend freizügig. Die Hohenzollern-Serie.
aus SPIEGEL Geschichte 2/2011
Orgie im Jagdschloss Grunewald: Ging es am Hof der Hohenzollern zu wie im Swingerclub?

Orgie im Jagdschloss Grunewald: Ging es am Hof der Hohenzollern zu wie im Swingerclub?

Foto: Paul Zinken/dpa

Dieser Text gehört zur Reihe "Bestseller von SPIEGEL+", er ist zuerst erschienen in SPIEGEL Geschichte 2/2011.

Es spricht einiges dafür, dass der nachhaltige Niedergang des Hauses Hohenzollern im Januar 1891 mit einer Schlittenfahrt im Grunewald begann. Mit von der abendlichen Partie war damals die Elite der Hofgesellschaft: ein Schwager des Kaisers, die älteste Schwester Seiner Majestät, ein Dutzend Freiherren und adlige Damen und natürlich die Zeremonienmeister Karl von Schrader und Leberecht von Kotze.

Kotze war bei Hofe als "fatzkenhafter Kleidernarr" verschrien. Mit solchen Urteilen war man im Umfeld Wilhelms II. schnell bei der Hand. Bei Kotze etwa reichte, dass er zu einem Jagdausflug mit grüner Krawatte erschienen war.

Ziel des illustren Grüppchens war das Jagdschloss Grunewald. Man verbrachte den Abend in ausgelassener Stimmung, tanzte, trank und kam sich ziemlich nah. Wie nah, das wurde nur wenige Stunden später klar. Denn ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin hatte offenbar Buch geführt: Schon am nächsten Morgen kursierten unter der Gesellschaft erste anonyme Briefe, die andeuteten, wie rasch die abendliche Party in eine Orgie abgedriftet war, bei der sich auch Männer untereinander befriedigten und Frauen Frauen liebten.

Ging es am Hof der Hohenzollern womöglich zu wie im Swingerclub? Hat die nach außen eher preußisch-spröde Hofkamarilla untereinander mit wechselnden Partnern fix mal ein bisschen Adrenalin abgebaut? 

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