Vorwürfe gegen »House of Cards«-Schauspieler Kevin Spacey muss Produktionsfirma etwa 31 Millionen Dollar zahlen

Er hat den skrupellosen US-Politiker Frances Underwood in der Serie »House of Cards« gespielt – bis Vorwürfe sexueller Übergriffe laut wurden. Jetzt muss Schauspieler Kevin Spacey für Verluste in Millionenhöhe aufkommen.
Kevin Spacey während einer vorgerichtlichen Anhörung 2019

Kevin Spacey während einer vorgerichtlichen Anhörung 2019

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Steven Senne / dpa

US-Schauspieler Kevin Spacey muss der Produktionsfirma der Netflix-Serie »House of Cards« rund 31 Millionen Dollar wegen Vertragsbruchs zahlen. Das geht aus am Montag veröffentlichen Gerichtsdokumenten hervor.

Ein Schiedsgericht hatte demnach festgestellt, dass der 62-Jährige gegen die Verhaltensrichtlinien verstoßen hatte, die vertraglich mit der Produktionsfirma MRC vereinbart worden waren, darunter eine firmeneigene Richtlinie zum Schutz vor Belästigung. Zunächst hatten US-Medien wie CNN, »Variety« und »The Hollywood Reporter« darüber berichten.

Spacey hatte fünf Staffeln die Hauptrolle des skrupellosen US-Politikers Frank Underwood in »House of Cards« gespielt, bis im Herbst 2017 Vorwürfe von sexuellen Übergriffen und Belästigungen gegen ihn laut geworden waren. Auch Crewmitglieder der Serie, bei der er zudem als ausführender Produzent tätig war, warfen Spacey sexuelle Belästigungen vor. Eine Anklage gegen Spacey wurde 2019 fallen gelassen.

MRC entließ Spacey, die Produktion der sechsten Staffel habe gestoppt, die Serie umgeschrieben und gekürzt werden müssen, was zu Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe geführt habe, erklärte die Produktionsfirma. Spaceys Anwälte wiederum argumentierten, dass das Verhalten ihres Mandanten kein wesentlicher Faktor für die entgangenen Einnahmen gewesen sei.

Das Schiedsgericht stimmte MRC zu. Die Entscheidung ist nach einem mehr als dreijährigen Rechtsstreit rechtskräftig.

sak/dpa/AP
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