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LITERATUR Im Sande verlaufen

aus DER SPIEGEL 12/2007

Der Preis wäre heiß: Als das kleine Scheichtum Katar vor knapp einem halben Jahr verkündete, einen mit drei Millionen Dollar dotierten internationalen Literaturpreis zu stiften, war die Überraschung groß. Das ist mehr als das Doppelte des Stockholmer Literaturnobelpreises! Zwar baut Katar bereits an einer Nationalbibliothek für seine rund 200 000 Bürger, aber auf der literarischen Weltkarte ist die Wüstenmonarchie ein weißer Fleck. Es entspringe eben dem Wunsch Katars, so erklärte der Vorsitzende des Nationalen Kulturrats damals, »die Literatur zu fördern, insbesondere die Romanliteratur, der in der zeitgenössischen Kultur weltweit große Bedeutung zukommt«. Wer heute nachfragt, was aus den ehrgeizigen Plänen geworden ist, wird ausweichend beschieden: Die Botschaft von Katar in Berlin hat »keinerlei Informationen« über die weitere Planung, E-Mails an den Nationalen Kulturrat bleiben unbeantwortet. Ob da was im Sande verlaufen ist?

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