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Junges »Forum« für die Kunst

aus DER SPIEGEL 37/1989

Es soll, so verspricht vollmundig der Veranstalter, »die schönste Kunstmesse sein, die es in diesem Jahr gibt«, und mit allen etablierten Messen in Basel, Köln oder Paris konkurrieren: Am Mittwoch dieser Woche eröffnet auf dem Hamburger Messegelände wieder ein für Europa konzeptionell außergewöhnlicher Kunstmarkt, das »Forum«. Initiator und Motor des Unternehmens ist der Zürcher Jurist Beat Andre Affolter, dem eine »vertiefte Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst« vorschwebt. Jede der 100 teilnehmenden Galerien aus 15 Ländern darf nur einen einzigen Künstler vorstellen, der Londoner Anthony d'Offay etwa bringt Bilder von Sigmar Polke, Hans Neuendorf, Frankfurt, den Maler Bernd Koberling, Hamburgs PPS-Galerie verkauft Fotos von Milan Kunc. Dabei soll, so Affolter, »das Marktmäßige unterdrückt werden«. Das klingt edel, aber ohne eine kleine merkantile Eintrübung wird auch das »Forum« nicht stattfinden. Pro Messestand sind 12 000 Mark zu zahlen.

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