Bild der Woche Was ist das?

Eine Treibjagd auf einen blutrünstigen Kampfhund? Falsch geraten: Dieser Polizeibeamte ist gerade dabei, das Sommerloch zu stopfen.


Erinnern Sie sich noch an Manni? Jenes entlaufene Känguru, das vor zwei Jahren auf wundersame Weise mal in Hameln, mal in Stade auftauchte, damit Polizei, Presse und den Rest der Republik in Atem hielt und uns so das schönste Sommerloch seit langem bescherte?

DPA
In diesem Jahr sind es dagegen eher die Hängebauchschweine, die auffällig werden. In Berlin Falkensee wurden erst kürzlich zwei Exemplare gesichtet, und nun ist auch noch eines in Hannover aufgetaucht, wo das Sommerloch bekanntlich besonders schwer auf den Bürgern lastet. So schwer, dass sich selbst der Schauspieler George Clooney nicht hintraute, der eigentlich auf der Expo seinen Film "Der Sturm" vorstellen sollte.

Doch zurück zu unserem Hängebauchschwein: Beinahe wäre es von einer Kleingartenanlage der Niedersachsen-Metropole aus zu einem Protestlauf gestartet wie einstmals Manni. Doch leider verfügen Hängebauchschweine nicht über die Konstitution, die Kängurus auszeichnet - weder können sie besonders gut springen, noch vermögen sie Polizisten hinterrücks mit einem wohlgezielten Schlag außer Gefecht zu setzen.

Bevor noch ein Reporter der "Bild"-Zeitung auftauchte, hatte ein tapferer Tierarzt das arme Schwein mit einem Betäubungspfeil niedergestreckt. Einen Trost gibt es jedoch für das gescheiterte Borstenvieh: Es kann, anders als die Expo-Veranstalter, auf die Solidarität von George Clooney bauen. Der lebt nämlich seit zwölf Jahren sehr zufrieden mit einem Hängebauchschwein namens Max zusammen.



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