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POP Kampf der Girl-Giganten

aus DER SPIEGEL 45/2000

Sie haben über 35 Millionen Alben verkauft und eine Rekordserie von Nummer-eins-Hits hingelegt, nun wollen die britischen Spice Girls jene Pop-Party weiterfeiern, die sie in den neunziger Jahren zu Weltstars gemacht hat: »Forever« (Virgin) heißt optimistisch die in dieser Woche erscheinende dritte CD der Mädchenband, die einst mit dem Schlachtruf »Girl Power« alle Hitparaden stürmte. Verkaufserfolge dürfte ihnen auch diese Sammlung bescheren - die makellos aufpolierten Balladen eignen sich hervorragend zur Beschallung von Großraumbüros, Fahrstühlen und Wartezimmern. Nur mit der Girl-Solidarität ist es, wenn man der britischen Musikpresse glauben kann, nicht mehr weit her: Zwischen den vier Band-Damen - Ginger Spice stieg 1998 aus - flogen angeblich im Aufnahmestudio die Fetzen, und auch draußen auf dem Musikmarkt müssen die Spice Girls um ihre Mädchenmacht fürchten. Denn die gleichfalls britische Konkurrenz-Girlband All Saints beweist mit ihrem aktuellen Werk »Saints & Sinners« (Eastwest / Warner) fabelhaften Stil und ungleich größere musikalische Substanz. Auch in den Charts ist sie bestens platziert. Frisst die musikalische Girl-Revolution ihre stolzesten Heldinnen?

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