Vorfall im Frühjahr Streit wegen Coronatest – Uschi Glas ließ Theaterstück mit Robert Atzorn platzen

In einem Videocast hat die Schauspielerin und Impfbotschafterin Uschi Glas ausgeplaudert, dass sie mit Robert Atzorn wegen der Coronaregeln aneinandergeraten ist. Er will sich nicht zu dem Vorfall äußern.
Glas und Atzorn: Zusammenarbeit abgebrochen

Glas und Atzorn: Zusammenarbeit abgebrochen

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Inga Kjer / photothek / picture alliance; Tobias Hase / dpa / picture alliance

Auf der Bühne ist Schauspielerin Uschi Glas bei der Probe für ein Theaterstück mit ihrem Kollegen Robert Atzorn aneinandergeraten. Als wegen größerer persönlicher Nähe ein Coronatest erforderlich gewesen sei, habe der Kollege gesagt: »Ich lass mich doch nicht testen!«, berichtete Glas in einem gemeinsamen Videocast mit dem Chef der Uniklinik Essen, Jochen A. Werner.

Sie habe zuerst an einen Spaß gedacht, so Glas, aber es sei ernst gewesen: »Der ist so ausfällig geworden der Regisseurin und mir gegenüber«, sagt sie. Er habe »geschrien und sich so verändert in seiner Persönlichkeit. Ich konnte gar nicht fassen, dass das der Kollege ist, den ich gut finde – fand«, sagt Glas. Die Schauspielerin habe es abgelehnt, weiter zu proben, solange sich Atzorn nicht testen lasse, heißt es in der »Bild«-Zeitung über den Vorfall.

Inzwischen würde sie »mit ihm zusammen nicht mal mehr einen halben Drehtag machen«, sagt Glas in dem Videocast. Auf mehrfache Nachfrage von Moderator Jens de Buhr nannte Glas dann auch den Namen des Kollegen: Robert Atzorn.

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Wie »Bild« berichtete , hatten Atzorn und Glas im März gemeinsam in der Komödie im Bayerischen Hof das Zwei-Personen-Stück »Love Letters« geprobt. Der damalige Intendant des Theaters, Thomas Pekny, bestätigte »Bild« den Vorfall und verriet, dass Atzorn sich auch nicht impfen lassen wollte, »da er sich nicht sicher war wegen möglicher Nebenwirkungen«. Er habe wohl keine Lust gehabt, sich testen zu lassen. Ob Atzorn vor Probenbeginn zu Hause einen Test gemacht habe, wisse er nicht, so Pekny.

Uschi Glas stand dem Bundesgesundheitsministerium zu Beginn der Impfkampagne als Testimonial für einen Werbespot zur Verfügung. Die 77-jährige Schauspielerin hatte früher bereits über Hassmails berichtet, die sie wegen ihres Engagements bekommen habe. Danach habe sie »ganz viel Ermutigung« erfahren, sagte sie in dem Video, unter anderem von Krankenpflegern und Ärzten. »Das war irre«, so Glas.

Robert Atzorn, 76, wurde bekannt als Hauptdarsteller in Serien wie »Unser Lehrer Doktor Specht« oder »Oh Gott, Herr Pfarrer«, als Kommissar Jan Casstorff ermittelte er im Hamburger »Tatort«, zuletzt spielte er in »Nord Nord Mord«. 2017 verkündete Atzorn seinen Abschied vom Bildschirm. 2020 veröffentlichte er seine Autobiografie »Duschen und Zähneputzen – Was im Leben wirklich zählt«.

Sowohl über den Buchverlag als auch über die Agentur, die Lesungen organisiert, richtete der SPIEGEL Anfragen an Atzorn, der sich aber nicht zu dem Vorfall äußern wollte. Im September 2021 gab Robert Atzorn gemeinsam mit seiner Frau Angelika, die an dem Buch mitgearbeitet hatte, eine Lesung in Homburg/Saar. Zu dieser Zeit galt für Veranstaltungen in Innenräumen dort die 3G-Regel.

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