Sam Mendes über sein Weltkriegs-Drama "1917" "Ich wollte kein patriotisches Getöse"

"1917" könnte am Sonntag der Abräumer bei den Oscars werden. Hier erklärt Regisseur Sam Mendes, wie ihn sein Opa zu dem Film inspiriert hat - und warum die Natur der wahre Hauptdarsteller ist.
Ein Interview von Lars-Olav Beier
Sam Mendes geht als großer Favorit in die Oscarverleihung am Sonntagabend.

Sam Mendes geht als großer Favorit in die Oscarverleihung am Sonntagabend.

Foto: Borja B. Hojas/ WireImage/ Getty Images

Der britische Regisseur Sam Mendes geht an diesem Wochenende mit seinem Weltkriegs-Epos "1917" als großer Favorit in die Oscarnacht. In zehn Kategorien ist das Werk nominiert, Mendes selbst könnte gleich drei Mal gewinnen: als bester Regisseur, zusammen mit Krysty Wilson-Cairns für das beste Originaldrehbuch und als Produzent. Über 250 Millionen Dollar hat "1917" bereits eingespielt.

SPIEGEL: Herr Mendes, "1917"  basiert auf Geschichten, die Ihnen ihr Großvater von seinen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg erzählt hat. Was hat Sie daran so fasziniert?

Mendes: Er war damals um die achtzig und ich elf oder zwölf, in einem Alter, in dem man gebannt zuhört und sich alles sehr genau merkt. In den Geschichten meines Großvaters ging es nicht um Heldentum, sondern darum, was für ein großes Glück er hatte, noch am Leben zu sein. Sein bester Freund wurde von einem Geschoss getroffen und völlig zerfetzt, als er neben ihm stand. Der Grat zwischen Leben und Tod war sehr schmal.

Zur Person

Sam Mendes, geboren 1965 in Reading, England, arbeitete nach seinem Studium in Cambridge zunächst als Theaterregisseur, unter anderem bei der Royal Shakespeare Company und dem Donmar Warehouse. 1999 drehte er seinen Debütfilm "American Beauty", der ihm auf Anhieb fünf Oscars einbrachte, darunter den für die beste Regie und für den besten Film. Seitdem hat er starbesetzte Dramen wie "Road to Perdition" und "Revolutionary Road" sowie die überaus erfolgreichen Bond-Filme "Spectre" und "Skyfall" gedreht.

SPIEGEL: Haben diese Geschichten Ihre Vorstellung vom Krieg geprägt?

Mendes: Ganz sicher. Als Junge war es packend zu hören, wie mein Großvater als Kurier unterwegs war und Depeschen überbrachte. Diese Geschichten brannten sich ein. So hat sich die Idee zu unserem Film über Jahre entwickelt: Ein Mann soll eine Nachricht überbringen, die das Leben von Tausenden Soldaten retten könnte. Doch der Film handelt nicht direkt von meinem Großvater, sondern wurde von ihm inspiriert.

SPIEGEL: Wie haben Sie sich ein Bild vom Ersten Weltkrieg gemacht? Es gibt ja nicht annähernd so viele Dokumentaraufnahmen wie von späteren Kriegen.

Mendes: Ich habe mir im Londoner Royal Imperium War Museum Zeitzeugenberichte durchgelesen, Tagebuchaufzeichnungen, Briefe. Viele Szenen in "1917" basieren direkt auf diesen Recherchen. Besonders beeindruckt hat mich der Bericht eines britischen Soldaten, der erzählte, wie er durch ein Waldstück stapfte, als er plötzlich Musik hörte, die Nocturnes von Debussy. Da spielte tatsächlich ein anderer britischer Soldat auf einem Piano, das er und seine Kameraden von einem Bauernhof mitgenommen hatten. Das ganze Bataillon saß um ihn herum und lauschte.

SPIEGEL: Sie haben den Film in sehr langen, komplexen Einstellungen gedreht und diese so verknüpft, dass der Eindruck entsteht, es gäbe keinen einzigen Schnitt. Warum?

Mendes: Ich wollte das Gefühl vermitteln, dass man nie innehalten darf, dass man immer versuchen muss voranzukommen, auch wenn man keine Ahnung hat, was hinter der nächsten Ecke lauert. Du weißt nur: Es ist der nächste Kreis der Hölle. In "1917" sollte es keinen Fluchtweg geben, keine Möglichkeit auszuweichen. In anderen Kriegsfilmen kommt irgendwann ein Schnitt, und der Held ist ein paar Meilen weiter. Bei uns muss man sich Meter für Meter durch das Gelände kämpfen.

SPIEGEL: Hatten Sie keine Angst, dass diese Ästhetik zu künstlich wirkt?

Mendes: In meinen Augen ist die lange Einstellung so etwas wie ein roter Faden, auf den ich die Erlebnisse meines Großvaters und vieler anderer Soldaten des Ersten Weltkriegs aufgereiht habe. Eine Perlenkette, die den Zuschauer in eine sehr realistische Reise durch diesen Krieg hineinziehen soll.

SPIEGEL: Schon die erste Sequenz Ihres letzten Bond-Films "Spectre" haben Sie in einer langen Einstellung gedreht. Eine Art Training für "1917"?

Mendes: Kann man so sehen. Eigentlich sollte sie noch länger sein. Dann hab ich gemerkt, dass es besser wäre, früher zu schneiden. Bei "1917" war die Marschroute: Sollte das Konzept nicht funktionieren, hätte ich den Film konventionell gedreht und geschnitten. Dann hätte ich die Produktion gestoppt und das Drehbuch umgeschrieben.

SPIEGEL: Sie haben für "1917" eine Co-Autorin engagiert, Krysty Wilson-Cairns. Frauen schreiben nicht häufig an Kriegsfilmen mit.

Mendes: Ich wusste, dass sie schnell ist und mir nie Honig um den Bart schmieren würde. Ich wollte keinen Echoraum. Sondern eine junge Frau, die einem mittelalten Mann genau auf die Finger schaut. Krysty hat die erste Fassung geschrieben, die habe ich überarbeitet, dann ist sie noch mal drübergegangen und so weiter. Es war klar, dass ich das letzte Wort haben würde, aber es sollte nichts im Film vorkommen, womit sie nicht einverstanden war.

Fotostrecke

Oscar-Favorit "1917": Eine Mission, eine Einstellung

Foto: Francois Duhamel / Universal Pictures and DreamWorks Pictures

SPIEGEL: Warum gibt es relativ wenige Spielfilme über den Ersten Weltkrieg?

Mendes: Es war kein besonders filmischer Krieg, meist herrschte Stillstand, Paralyse. Die Truppen kämpften jahrelang auf demselben Schlachtfeld, immer wieder ging es um dieselben paar Hundert Meter, die zwischen den Linien lagen. Dort starben Tausende von Soldaten. Endloses Leiden. Wie will man dieses enorme Ausmaß des Krieges zeigen?

SPIEGEL: In Deutschland ist der Erste Weltkrieg weitgehend vom Zweiten überschattet, von den Nazis und dem Holocaust. Ist das in Großbritannien nicht ganz anders?

Mendes: Der Erste Weltkrieg hat bei uns vielleicht sogar tiefere Spuren hinterlassen als der Zweite. In jeder kleinen Stadt gibt es ein Mahnmal für die gefallenen Soldaten, eine verlorene Generation. Ich wollte im Film aber kein patriotisches Getöse, nichts von diesem Nonsens über die Stärke Großbritanniens. Der Zuschauer fühlt sich eher wie ein Wurm, der sich durch die Erde windet und keine Ahnung hat, was um ihn herum passiert.

SPIEGEL: Vor rund 15 Jahren haben Sie einen Kriegsfilm gedreht, der 1991 im Irak spielt. "Jarhead" erzählt von amerikanischen Bodensoldaten, die kaum was zu tun haben, weil ihnen Luftangriffe die Arbeit abnehmen. Ist "1917" die Antithese zu "Jarhead"?

Mendes: In vieler Hinsicht. "Jarhead" erzählt von einem sinnlosen Krieg, in dem kaum ein Schuss fällt, in "1917" sterben Menschen massenhaft einen sinnlosen Tod. Doch beide Filme hatten für mich den gleichen Ausgangspunkt, nämlich die Frage: Was wäre, wenn jemand wie ich, also ein kompletter Feigling, in den Krieg ziehen müsste?

SPIEGEL: Täuschen uns die Bilder moderner Kriege, die oft aus großer Distanz und aus der Luft aufgenommen werden, nicht über das tatsächliche Grauen hinweg? Wollen Sie den Zuschauer wieder ins Bewusstsein rufen, was am Boden wirklich passiert?

Mendes: Die Kriegsführung hat sich schon während Ersten Weltkriegs sehr verändert. Zu Beginn wurde noch mit Pferden gekämpft, am Ende mit Panzern, Maschinengewehren und Flugzeugen. Die Industrie hielt Einzug, das Zeitalter der Massenvernichtungswaffen begann. Heute sind die Piloten von Kampfdrohnen Tausende Kilometer vom Kriegsgebiet entfernt. Unvorstellbar, dass ein Heerführer wie der Brite Douglas Haig seinen Männern 1916 befahl, im Schritttempo ins Maschinengewehrfeuer der Deutschen zu gehen. Sie wurden niedergemäht, eine Welle nach der anderen, den ganzen Tag lang. Niemand rief: Hört auf mit diesem Irrsinn!

SPIEGEL: Sie beginnen und beenden Ihren Film mit Bildern blühender Bäume und Wiesen. Dazwischen zeigen Sie, wie die Menschen einander abschlachten.

Mendes: Die Natur ist ein Hauptdarsteller. Es war bittere Ironie, dass diese Schlacht im Frühling stattfand. Während die Soldaten einander töten, kehrt die Natur zurück, es blüht überall. Die Welt wird uns überleben. Wie sehr wir Menschen auch daran arbeiten, alles zu zerstören, am Ende hat die Natur das letzte Wort. Sie schaut auf uns runter und lacht über uns. Wie über Ameisen. Das hat mich beim Drehen dieses Films etwas getröstet.

Oscar-Verleihung 2020: Alle Nominierten in der Übersicht

Bester Film

Beste Hauptrolle, weiblich

  • Cynthia Erivo ("Harriet")

  • Scarlett Johansson ("Marriage Story")

  • Saoirse Ronan ("Little Women")

  • Charlize Theron ("Bombshell")

  • Renée Zellweger ("Judy")

Beste Hauptrolle, männlich

  • Antonio Banderas, ("Dolor y gloria", deutscher Titel "Leid und Herrlichkeit")

  • Leonardo DiCaprio, ("Once upon a Time... in Hollywood")

  • Adam Driver ("Marriage Story")

  • Joaquin Phoenix ("Joker")

  • Jonathan Pryce, ("The Two Popes", deutscher Titel "Die zwei Päpste")

Beste Nebenrolle, weiblich

  • Kathy Bates ("Richard Jewell")

  • Laura Dern ("Marriage Story")

  • Scarlett Johansson ("Jojo Rabbit")

  • Florence Pugh ("Little Women")

  • Margot Robbie ("Bombshell")

Beste Nebenrolle, männlich

  • Tom Hanks ("A Beautiful Day in the Neighborhood")

  • Anthony Hopkins ("The Two Popes")

  • Al Pacino ("The Irishman")

  • Joe Pesci ("The Irishman")

  • Brad Pitt ("Once upon a Time... in Hollywood")

Beste Regie

  • "The Irishman" (Martin Scorsese)

  • "Joker" (Todd Phillips)

  • "1917" (Sam Mendes)

  • "Once upon a Time... in Hollywood" (Quentin Tarantino)

  • "Parasite" (Bong Joon-ho)

Bestes adaptiertes Drehbuch

  • "The Irishman" (Steven Zaillian)

  • "Jojo Rabbit" (Taika Waititi)

  • "Joker" (Todd Phillips & Scott Silver)

  • "Little Women" (Greta Gerwig)

  • "The Two Popes" (Anthony McCarten)

Bestes Originaldrehbuch

  • "Knives Out", deutscher Titel "Knives Out - Mord ist Familiensache" (Rian Johnson)

  • "Marriage Story" (Noah Baumbach)

  • "1917" (Sam Mendes & Krysty Wilson-Cairns)

  • "Once upon a Time... in Hollywood" (Quentin Tarantino)

  • "Parasite" (Bong Joon-ho, Han Jin Won)

Beste Kamera

  • "The Irishman" (Rodrigo Prieto)

  • "Joker" (Lawrence Sher)

  • "The Lighthouse", deutscher Titel "Der Leuchtturm" (Jarin Blaschke)

  • "1917" (Roger Deakins)

  • "Once upon a Time... in Hollywood" (Robert Richardson)

Bestes Szenenbild

  • "The Irishman" (Production Design: Bob Shaw; Set Decoration: Regina Graves)

  • "Jojo Rabbit" (Production Design: Ra Vincent; Set Decoration: Nora Sopková)

  • "1917" (Production Design: Dennis Gassner; Set Decoration: Lee Sandales)

  • "Once upon a Time... in Hollywood" (Production Design: Barbara Ling; Set Decoration: Nancy Haigh)

  • "Parasite" (Production Design: Lee Ha Jun; Set Decoration: Cho Won Woo)

Bestes Kostümdesign

  • "The Irishman" (Sandy Powell und Christopher Peterson)

  • "Jojo Rabbit" (Mayes C. Rubeo)

  • "Joker" (Mark Bridges)

  • "Little Women" (Jacqueline Durran)

  • "Once upon a Time... in Hollywood" (Arianne Phillips)

Beste Filmmusik

  • "Joker" (Hildur Guðnadóttir)"Little Women" (Alexandre Desplat)

  • "Marriage Story" (Randy Newman)

  • "1917" (Thomas Newman)

  • "Star Wars: The Rise Of Skywalker", deutscher Titel "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" (John Williams)

Bester Filmsong

  • "I Can't Let You Throw Yourself Away" aus "Toy Story 4", deutscher Titel "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" (Randy Newman)

  • "(I'm Gonna) Love Me Again"aus "Rocketman" (Elton John/ Bernie Taupin)

  • "I'm Standing With You" aus "Breakthrough" (Diane Warren)

  • "Into The Unknown" aus "Frozen II", deutscher Titel "Die Eiskönigin II" (Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez)

  • "Stand Up" aus "Harriet" (Joshuah Brian Campbell und Cynthia Erivo)

Bestes Make-up und Haarstyling

  • "Bombshell" (Kazu Hiro, Anne Morgan und Vivian Baker)

  • "Joker" (Nicki Ledermann und Kay Georgiou)

  • "Judy" (Jeremy Woodhead)

  • "Maleficent: Mistress Of Evil", deutscher Titel "Maleficent: Mächte der Finsternis" (Paul Gooch, Arjen Tuiten und David White)

  • "1917" (Naomi Donne, Tristan Versluis und Rebecca Cole)

Bester Schnitt

  • "Ford V Ferrari", deutscher Titel "Le Mans 66 - Gegen jede Chance" (Michael McCusker und Andrew Buckland)

  • "The Irishman" (Thelma Schoonmaker)

  • "Jojo Rabbit" (Tom Eagles)

  • "Joker" (Jeff Groth)

  • "Parasite" (Yang Jinmo)

Bester Tonschnitt

  • "Ford V Ferrari" - deutscher Titel "Le Mans 66 - Gegen jede Chance" (Donald Sylvester)

  • "Joker" (Alan Robert Murray)

  • "1917" (Oliver Tarney und Rachael Tate)

  • "Once upon a Time... in Hollywood" (Wylie Stateman)

  • "Star Wars: The Rise Of Skywalker", deutscher Titel "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" (Matthew Wood und David Acord)

Bester Ton

  • "Ad Astra", deutscher Titel "Ad Astra - Zu den Sternen" (Gary Rydstrom, Tom Johnson und Mark Ulano)

  • "Ford V Ferrari" - deutscher Titel "Le Mans 66 - Gegen jede Chance" (Paul Massey, David Giammarco und Steven A. Morrow)

  • "Joker" (Tom Ozanich, Dean Zupancic und Tod Maitland)

  • "1917" (Mark Taylor und Stuart Wilson)

  • "Once upon a Time... in Hollywood" (Michael Minkler, Christian P. Minkler und Mark Ulano)

Beste visuelle Effekte

  • "Avengers: Endgame" (Dan DeLeeuw, Russell Earl, Matt Aitken und Dan Sudick)

  • "The Irishman" (Pablo Helman, Leandro Estebecorena, Nelson Sepulveda-Fauser und Stephane Grabli)

  • "The Lion King", deutscher Titel "Der König der Löwen" (Robert Legato, Adam Valdez, Andrew R. Jones und Elliot Newman)

  • "1917" (Guillaume Rocheron, Greg Butler und Dominic Tuohy)

  • "Star Wars: The Rise Of Skywalker", deutscher Titel "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" (Roger Guyett, Neal Scanlan, Patrick Tubach und Dominic Tuohy)

Bester Animationsfilm

  • "How To Train Your Dragon: The Hidden World", deutscher Titel "Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt" (Dean DeBlois, Bradford Lewis und Bonnie Arnold)

  • "I Lost My Body" (Jérémy Clapin und Marc du Pontavice)

  • "Klaus" (Sergio Pablos, Jinko Gotoh und Marisa Román)

  • "Missing Link", deutscher Titel "Missing Link - Ein fellig verrücktes Abenteuer" (Chris Butler, Arianne Sutner und Travis Knight)

  • "Toy Story 4", deutscher Titel "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" Cooley, Mark Nielsen und Jonas Rivera)

Bester animierter Kurzfilm

  • "Dcera (Daughter)" (Daria Kashcheeva)

  • "Hair Love" (Matthew A. Cherry und Karen Rupert Toliver)

  • "Kitbull" (Rosana Sullivan und Kathryn Hendrickson)

  • "Memorable" (Bruno Collet und Jean-François Le Corre)

  • "Sister" (Siqi Song)

Bester Kurzfilm

  • "Brotherhood" (Meryam Joobeur und Maria Gracia Turgeon)

  • "Nefta Football Club" (Yves Piat und Damien Megherbi)

  • "The Neighbors' Window" (Marshall Curry)

  • "Saria" (Bryan Buckley und Matt Lefebvre)

  • "A Sister" (Delphine Girard)

Bester Dokumentarfilm

  • "American Factory" (Steven Bognar, Julia Reichert und Jeff Reichert)

  • "The Cave" (Feras Fayyad, Kirstine Barfod und Sigrid Dyekjær)

  • "The Edge of Democracy", deutscher Titel "Am Rande der Demokratie" (Petra Costa, Joanna Natasegara, Shane Boris und Tiago Pavan)

  • "For Sama" (Waad al-Kateab und Edward Watts)

  • "Honeyland" (Ljubo Stefanov, Tamara Kotevska und Atanas Georgiev)

Bester dokumentarischer Kurzfilm

  • "In the Absence" (Yi Seung-Jun und Gary Byung-Seok Kam)

  • "Learning to Skateboard in a Warzone (If You're a Girl)" (Carol Dysinger und Elena Andreicheva)

  • "Life Overtakes Me" (John Haptas und Kristine Samuelson)

  • "St. Louis Superman" (Smriti Mundhra und Sami Khan)

  • "Walk Run Cha-Cha" (Laura Nix und Colette Sandstedt)

Bester internationaler Film

  • "Corpus Christi" (Polen)

  • "Honeyland" (Nordmazedonien)

  • "Les Misérables", deutscher Titel "Die Wütenden - Les Misérables" (Frankreich)

  • ""Dolor y gloria"", deutscher Titel "Leid und Herrlichkeit" (Spanien)

  • "Parasite" (Südkorea) 

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