Geplanter Film über Rock'n'Roll-Legende Baz Luhrmann findet seinen Elvis

Regisseur Baz Luhrmann will einen Film über Elvis Presley drehen - und hatte genaue Vorstellungen davon, was der Schauspieler für diese Rolle mitbringen sollte. Nun wurde er nach langer Suche fündig.

Elvis Presley im Jahr 1960 - und Austin Butler im Jahr 2019
Sonia Moskowitz/Globe Photos via ZUMA Wire/UPI/ DPA

Elvis Presley im Jahr 1960 - und Austin Butler im Jahr 2019


Noch hat der Film zwar keinen Titel, aber wichtige Details sind schon bekannt: Der australische Regisseur Baz Luhrmann will die langjährige Geschäftsbeziehung des jungen Elvis Presley mit seinem Manager Colonel Tom Parker erzählen. Parker wird in dem Biopic von Oscarpreisträger Tom Hanks dargestellt. Und nun ist auch klar, wer den Part der Rock'n'Roll-Legende übernehmen wird: Austin Butler, 27, aus Kalifornien.

Er habe sehr viele Talente getroffen, um auf den Kandidaten zu stoßen, der die Art der Bewegungen, die Stimme und auch die Verletzlichkeit des Künstlers darstellen könne, sagte Luhrmann dem Branchenblatt "Deadline". Mit Butler habe er jemanden gefunden, der den Geist des ikonischen Sängers verkörpern könne.

Butler kommentierte seine neue Rolle bei Instagram mit Songzeilen aus dem Elvis-Song "Love Me Tender": "You have made my life complete, and I love you so." Und seine Partnerin, Schauspielerin Vanessa Hudgens, kommentierte die Nachricht mit den Worten, sie sei unfassbar stolz und könne es kaum erwarten.

Butler startete seine Karriere im Fernsehen, er war unter anderem in "The Carrie Diaries" zu sehen. 2018 gab er dann an der Seite von Denzel Washington sein Broadway-Debüt in dem Theaterstück "The Iceman Cometh". Jim Jarmusch holte ihn zuletzt für "The Dead Don't Die" vor die Filmkamera, Quentin Tarantino gab ihm in "Once Upon a Time in Hollywood" eine Rolle.

Als es nun um die Rolle in Luhrmanns Elvis-Film ging, setzte sich der 27-jährige Schauspieler unter anderem gegen Kollegen wie Harry Styles (25, "Dunkirk"), Ansel Elgort (25, "Baby Driver") und Miles Teller (32, "Whiplash") durch. Der Film soll Anfang 2020 im australischen Bundesstaat Queensland gedreht werden.

Der 56 Jahre alte Luhrmann hat unter anderem bei den Filmen "Der große Gatsby", "Moulin Rouge" und "Australia" Regie geführt.

aar/dpa



insgesamt 166 Beiträge
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Hexavalentes Chrom 16.07.2019
1. Oh Baz
Ich hoffe, dass Baz zu seinen Höhen zurückfindet und Elvis in einer Orgie aus Kitsch das Requiem gibt, das er nie erhalten hat. Nebst irrstem Soundtrack mit Bombastversionen seiner schrecklichen Songs.
scooby11568 16.07.2019
2. @1 zum Glück wird niemand gezwungen...
Sich das anzusehen. Ich freue mich drauf...
Hexavalentes Chrom 16.07.2019
3. Fulminant, wahrscheinlich mehr
Zitat von scooby11568Sich das anzusehen. Ich freue mich drauf...
Ich mich auch. Er wird seine Handschrift nicht unterdrücken können. Im schlechtesten Falle wird es fulminant. Das House of Iona wird nichts unversucht lassen.
.patou 16.07.2019
4.
Es gibt wenige Regisseure, deren Filme mich mehr langweilen. Andererseits muss man Luhrmann wahrscheinlich zugutehalten, dass er die bombastische Inszenierung inhaltslosen Kitsches zur Perfektion getrieben hat. Figuren-Zeichnung scheint ihn dagegen nicht im Geringsten zu interessieren. Alle Emotionen wirken immer nur behauptet, nie überzeugend. Aber möglicherweise passt das ja zur Person Elvis Presley ganz gut. Neulich war in einer arte-Doku über Marlon Brando ein Interview mit Rita Moreno zu sehen. Sie hatte nach von Presley initiierten Verabredungen kein Interesse an einer Vertiefung der Beziehung, da er ihr zu sehr Landei von recht schlichtem Gemüt war. Im Unterschied zu Brando, dessen Defizite weniger im intellektuellen als im charakterlichen Bereich zu finden waren.
Hexavalentes Chrom 16.07.2019
5. Angel
Zitat von .patouEs gibt wenige Regisseure, deren Filme mich mehr langweilen. Andererseits muss man Luhrmann wahrscheinlich zugutehalten, dass er die bombastische Inszenierung inhaltslosen Kitsches zur Perfektion getrieben hat. Figuren-Zeichnung scheint ihn dagegen nicht im Geringsten zu interessieren. Alle Emotionen wirken immer nur behauptet, nie überzeugend. Aber möglicherweise passt das ja zur Person Elvis Presley ganz gut. Neulich war in einer arte-Doku über Marlon Brando ein Interview mit Rita Moreno zu sehen. Sie hatte nach von Presley initiierten Verabredungen kein Interesse an einer Vertiefung der Beziehung, da er ihr zu sehr Landei von recht schlichtem Gemüt war. Im Unterschied zu Brando, dessen Defizite weniger im intellektuellen als im charakterlichen Bereich zu finden waren.
Das aber macht doch exakt seine Tiefe aus. Seine Oberfläche ist so tief, dass wir darin versinken. Schauen Sie in den barocken Himmel. Allein aufgrund dieser Politur erscheint er mir eminent modern. Weit moderner als die Scheintiefen des Arthouse. Schauen Sie sich nochmals Angel von Ozon an. Irrsinnig unterschätzt und fantastisch besetzt. Sie wirkt wie eine Verliererin. Aber am Ende kehrt sie als Siegerin zurück in der Reich. Vollkommen abgewandt. Sie ist die Kunst. Die ihres Mannes der Markt. Ein Kreislauf sondergleichen! Sie müssen das sehen und ertragen!
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