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17. Februar 2010, 14:48 Uhr

Berlinale

Erster Goldener Bär für schwedischen Kurzfilm

Der schwedische Regisseur Ruben Östlund hat's kurz gemacht. Und in zwölf Filmminuten einen peinlichen Banküberfall rekonstruiert. Das Ganze ist jetzt auch cineastisch ein Coup: Östlund erhält einen Goldenen Bären.

Berlin - Der erste Goldene Bär der 60. Berlinale geht an einen schwedischen Kurzfilm. In "Händelse Vid Bank" von Ruben Östlund spielen 96 Darsteller einen gescheiterten Banküberfall nach.

"Perfekte Dialoge und die Menschlichkeit wird mit Humor dargestellt", urteilte die Jury am Mittwoch. Der schwedische Regisseur dreht zurzeit seinen dritten Spielfilm. Sein Langfilmdebüt gab er 2004 mit "Gitarrmongot", einer fiktiven Dokumentation über Außenseiter in Göteborg. Sein zweiter Film, "De Ofrivilliga" lief 2008 in Cannes. Er präsentiert eine Gruppe Teenager und eine Lehrerin in einer komplexen Coming-of-Age-Geschichte.

Einen silbernen Bären gab es für "Hayerida" von Shai Miedzinski aus Israel. Er handelt von einer Familie, die um ihren verlorenen Sohn trauert und in der Wüste nach einem passenden Grabstein sucht.

Das Stipendium des DAAD-Künstlerprogramms in Berlin erhält Adrian Sitaru aus Rumänien für "Colivia". Die junge belgische Regisseurin Natalie Teirlinck wurde mit "Venus vs Me" für den europäischen Kurzfilmpreis nominiert. In der Jury saßen die Leiterin des Kurzfilmfestivals São Paolo, Zita Caravalhosa, "Spex"-Chefredakteur Max Dax und der britische Produzent Samm Haillay.

Das Programm der Berlinale Shorts sei durchweg ausverkauft gewesen, hieß es. Der Goldene und die Silbernen Bären im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele werden am Samstag verliehen.

dan/dpa

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